Zum Playoff-Halbfinale, mit dem in der Toyota DBBL wohl nur wenige gerechnet hatten, stehen sich ab diesem Samstag der SYNTAINICS MBC und der BC Marburg gegenüber. Die Lions behaupteten sich im Viertelfinale als Hauptrundensechster gegen den Dritten Hannover Luchse und übertrafen damit ihr Saisonziel. Für die größere Überraschung sorgten jedoch die siebtplatzierten Mittelhessinnen, die den Zweiten Saarlouis Royals aus dem Wettbewerb warfen.
Die best-of-five-Serie wird im Modus 2-2-1 ausgetragen – das nach der Hauptrunde besser platzierte Team, in diesem Fall die Lions, hat zu Beginn zweimal Heimrecht. Nach dem Auftakt an diesem Samstag (19 Uhr) in der SWH.arena findet das zweite Spiel am Montag (19 Uhr) an gleicher Stelle statt. Weitere Spieltermine sind Mittwoch, 15. April (20 Uhr), sowie – falls erforderlich – Freitag, 17. April (20 Uhr), in Marburg und Sonntag, 19. April (16 Uhr), wieder in Halle. Tickets für die Spiele 1 und 2 gibt es hier. Im anderen Halbfinale stehen sich ab diesem Freitag Titelverteidiger und Hauptrundenprimus Rutronik Stars Keltern und Pokalsieger ALBA BERLIN gegenüber.
Marburg, seit Mitte Dezember ohne Namenssponsor unterwegs, entschied am Ostermontag das entscheidende dritte Spiel auswärts in Saarlouis trotz eines 28:38-Halbzeitrückstands mit 68:63 für sich. Nach der 66:79-Auftaktniederlage beim Vizemeister war bereits der 84:80-Heimsieg in Spiel 2 eine Überraschung gewesen. Der Erfolg in der Fremde in Spiel 3 schließlich war schlichtweg eine Sensation.
Bei den beiden Siegen lief vor allem US-Centerspielerin Allyson Fertig mit durchschnittlich 10,0 Punkten und 13,5 Rebounds zu großer Form auf. Im Spielaufbau überzeugten die Australierin Caitlyn Jones (11,5 Punkte) und die Portugiesin Ana Raimundo (8,0), auf den Flügelpositionen waren die US-Amerikanerin Greta Kampschroeder (11,5), die Portugiesin Sara Guerreiro (10,5) und die Slowenin Lea Debeljak (9,5) verlässliche Säulen. Die in der Toyota DBBL zur “Young Player of the Year” gekürte Aufbauspielerin Marianna Byvatov (20 Jahre) steuerte durchschnittlich 8,0 Zähler zu den Erfolgen bei. Kapitänin Mia Heide, eine US-Centerspielerin mit Schweizer Pass, kehrte nach ihrer Verletzungspause (Rücken) in Spiel 3 ins Team zurück und hatte mit 8 Punkten Anteil am Weiterkommen.
Marburgs portugiesischer Headcoach Jose Araujo, zum Trainer des Jahres in der Toyota DBBL gewählt, kann somit auf einen ausgeglichenen und eingespielten Kader zurückgreifen. Auch im DBBL-Pokal hatte sein Team das Halbfinale erreicht (Niederlage gegen Keltern). In der Hauptrunde verloren die Lions Anfang Oktober das Hinspiel in Marburg knapp mit 78:79, zwei Monate später revanchierten sie sich im Rückspiel in der SWH.arena mit einem 75:66-Erfolg. Aus diesem Spiel stammt auch das Foto oben.
Der Playoff-Baum der Toyota DBBL:




