Lions ziehen ins Playoff-Halbfinale ein

Was für ein Wochenende beim SYNTAINICS MBC: Am Karsamstag feiern die Wölfe in der easyCredit BBL einen sensationellen 91:79-Heimsieg gegen den Deutschen Meister und Tabellenführer FC Bayern München. Keine 24 Stunden später legen die Lions nach und sichern sich am Ostersonntag mit einem 76:65 (36:33) gegen die Hannover Luchse den zweiten Sieg im Playoff-Viertelfinale der Toyota DBBL. Damit ist der Halbfinaleinzug mit 2:0 Siegen perfekt.

Der Gegner wird am Ostermontag im dritten Viertelfinalspiel zwischen Vizemeister Saarlouis und Außenseiter Marburg ermittelt. Die best-of-five-Halbfinalserie beginnt bereits an diesem Donnerstag oder Freitag und wird im Modus 2-2-1 ausgetragen – das nach der Hauptrunde besser platzierte Team hat zu Beginn zweimal Heimrecht. Weitere Spieltermine sind Sonntag, 12. April, Mittwoch, 15. April, sowie – falls erforderlich – Freitag, 17. April, und Sonntag, 19. April.

Überragende Spielerin vor 780 Zuschauern in der SWH.arena war Khalis Cain, die mit 25 Punkten und 14 Rebounds in beiden Kategorien persönliche Saisonbestleistungen aufstellte und sich zurecht von den Fans feiern ließ (Foto oben). Alexia Allesch verbuchte mit 14 Punkten und 13 Rebounds bereits das achte Double Double in dieser Spielzeit. Zweistellig punktete zudem Liz Smith (16). Lilly Küppers von Kooperationspartner ChemCats Chemnitz komplettierte erneut den Kader. Mit 56 Rebounds und damit 22 mehr als Hannover stellten die Lions eine neue Saisonbestleistung auf. Im elften Spiel des Kalenderjahres 2026 feierten sie ihren achten Sieg. Die Partie steht auf Abruf auf dem Youtube-Kanal von Dyn zur Verfügung.

Die Hallenserinnen fanden deutlich schwerer ins Spiel als im ersten Viertelfinale (76:56) vier Tage zuvor. Nach fünf Minuten lagen sie 6:11 zurück, nach dem ersten Viertel 14:22. Im zweiten Abschnitt rissen sie die Partie durch einen 11:0-Lauf an sich: Alexis Allesch schnappte sich hinten einen Rebound und vollendete vorne einen Fastbreak per Korbleger zum 26:26-Ausgleich, Liz Smith traf wenig später einen Sprungwurf zum 28:26, der ersten Führung, Khalis Cain ließ ein Dreipunktspiel (Korbleger plus Freiwurf) zum 31:26 folgen. Mit 36:33 ging es in die Halbzeitpause.

Im dritten Viertel konnten die Gäste um Topscorerin Lovisa Hjern (24 Punkte) zwar dreimal ausgleichen (41:41, 44:44, 46:46), die Führung jedoch nicht mehr übernehmen. Im Schlussabschnitt setzten sich die Lions durch einen Dreier von Nicole Brochlitz und ein weiteres Dreipunktspiel von Khalis Cain zum 61:51 erstmals zweistellig ab. Zudem schied Liga-Topscorerin Lashae Dwyer von Hannover (nur 2 Punkte) mit ihrem fünften Foul aus. Dennoch wurde es noch einmal spannend, als den Lions vier Minuten lang nur zwei Punkte gelangen und der Vorsprung drei Minuten vor Spielende auf 63:61 zusammenschmolz. Mit starker Defense – die Gäste kamen innerhalb von 24 Sekunden nicht zum Abschluss – und einem Dreier von Liz Smith zum 66:61 übernahmen die Hallenserinnen wieder die Kontrolle. Zwei wichtige Defensivrebounds sowie ein Dreier von Alexia Allesch 69 Sekunden vor dem Ende zum 70:63 sorgten schließlich für die Entscheidung.

„Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, die Entwicklung ist überragend“, freute sich Timur Topal. Bei seiner Spielanalyse gab sich der Headcoach jedoch unerwartet kritisch: „Das war das erwartet harte Spiel. Es war nicht schön, von Kampf geprägt. Wir waren am Anfang mental nicht da und hatten Probleme, Zugriff aufs Spiel zu finden. Vor allem in der Verteidigung haben wir die Dinge nicht umgesetzt, die wir uns vorgenommen hatten. Wir mussten uns ins Spiel reinarbeiten, reinkämpfen, die Physis annehmen. Das ist uns zunehmend gelungen. Im zweiten Viertel haben wir den Gegner bei elf Punkten gehalten. Und im vierten Viertel haben wir es durchgezogen.“

Hervorzuheben ist die sportliche Fairness der Hannover Luchse, die einer Verlegung des zweiten sowie eines möglichen dritten Spiels um jeweils einen Tag zugestimmt hatten, um die Organisation des SYNTAINICS MBC am Karsamstag zu entlasten und möglichst vielen Zuschauern einen Spielbesuch zu ermöglichen.

SYNTAINICS MBC: Cain (25 Punkte, 14 Rebounds, 4 Assists, 2 Blocks), Smith (16 Punkte), Allesch (14 Punkte, 2 Dreier, 13 Rebounds, 3 Assists), Svetlikova (8 Punkte), Shumate (4 Punkte, 10 Rebounds), Bär (3 Punkte, 7 Rebounds, 6 Assists), Brochlitz (3 Punkte), Alborova (2 Punkte), Suckstorff (1 Punkt), Küppers (0 Punkte).

Jubelnde Lions: Sona Svetlikova, Anna Alborova und Alexia Allesch (von links) feiern den Halbfinaleinzug.
Fotos: Hartmut Bösener
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