Knapp fünf Wochen nach dem letzten Saisonspiel 2025/26 und dem Abschluss der Personalgespräche der sportlichen Leitung mit den Spielerinnen nimmt die Frauenbundesligamannschaft des SYNTAINICS MBC für die Saison 2026/27 in der Toyota DBBL erste Konturen an. Mindestens vier Spielerinnen aus dem erfolgreichen Bronzeteam werden weiterhin das Lions-Dress tragen.
Der Verbleib von A2-Nationalspielerin Nicole Brochlitz, die sich im April 2025 für zwei weitere Jahre gebunden hatte, steht schon länger fest. Neue Verträge unterschrieben haben die Austroamerikanerin Alexia Allesch und die US-Amerikanerin Khalis Cain (beide bis 2027) sowie Youngster Anna Suckstorff (bis 2028). Noch offen ist, ob US-Spielmacherin und Topscorerin Liz Smith in Halle bleiben wird.
Als Abgänge sind neben Romy Bär, deren Karriereende schon lange feststand, nun auch Katelyn Shumate, Sona Svetlikova und Anna Alborova zu verzeichnen, die kein neues Angebot erhalten haben. Die lange verletzte Rachel Arthur hatte ein solches vorliegen, sich jedoch gegen einen Verbleib in Halle entschieden. Der SYNTAINICS MBC bedankt sich bei den genannten Spielerinnen für ihren Einsatz und wünscht ihnen für die Zukunft privat und sportlich alles Gute. Ob Assistenztrainer Stijn van Duijn in eine dritte Saison an der Seite von Headcoach Timur Topal geht, wird sich in den kommenden Wochen klären. Der Cheftrainer selbst hatte sich bekanntlich kurz vor Playoff-Beginn für eine weitere Saison an den SYNTAINICS MBC gebunden.
Mario Zurkowski, der Sportdirektor des Frauenbundesligateams, äußert sich zu den ersten Personalentscheidungen wie folgt: „Wir sind glücklich, mit einem starken Kern aus der erfolgreichen Mannschaft der Vorsaison in die neue Spielzeit zu gehen. Mit Lex und Nicole haben wir absolute Leistungsträgerinnen gehalten. Anna und Khalis stehen beide stellvertretend für die gute Entwicklung der gesamten Mannschaft innerhalb der Saison. Kontinuität ist die Basis für unsere Erfolge in den vergangenen Jahren. Wir glauben an die kontinuierliche Entwicklung unserer Spielerinnen und werden um diesen Kern herum den Kader der kommenden Saison gezielt weiterentwickeln.“
Alexia Allesch: Die österreichische Nationalspielerin (Foto oben) war die beste Rebounderin der Lions und viertbeste der gesamten Liga (9,0 pro Spiel). In 11 Spielen gelang ihr ein Double Double. 11,8 Punkte und 1,3 Dreier pro Spiel sind weitere Belege ihrer herausragenden Saison.
Khalis Cain: Nach anfänglichen Anpassungsproblemen wurde die Profidebütantin im Saisonverlauf immer stärker und war im Playoff-Viertelfinale gegen Hannover mit durchschnittlich 15,5 Punkten und 8,0 Rebounds die Erfolgsgarantin. Insgesamt kam sie auf einen Schnitt von 6,3 Punkten und 5,4 Rebounds. Als einzige Spielerin war sie in allen 28 Saisonspielen dabei, zweimal gelang ihr ein Double Double.

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Anna Suckstorff: Die 23-Jährige fand sich im Laufe ihrer ersten Bundesligasaison immer besser zurecht, ehe diese für sie aufgrund einer Gehirnerschütterung im ersten Playoff-Halbfinale gegen Marburg vorzeitig endete. In knapp 11 Minuten Einsatzzeit pro Spiel verbuchte sie 2,4 Punkte und 1,3 Assists.
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Katelyn Shumate: Mit durchschnittlich 12,5 Punkten war die US-Amerikanerin zweitbeste Scorerin der Lions. In fünf Partien erzielte sie mehr als 20 Punkte, darunter 28 in Berlin. Zweimal gelang ihr ein Double Double aus Punkten und Rebounds.
Sona Svetlikova: 24 Partien absolvierte die slowakische Centerspielerin, in 16 stand sie in der Startformation. Sie schloss die Saison mit einem Schnitt von 8,8 Punkten und 3,3 Rebounds ab. Fünfmal erzielte sie mehr als 15 Punkte.
Anna Alborova: Die junge Österreicherin kam in ihrer zweiten Saison bei den Lions in allen ihrer 26 Spiele von der Bank und steuerte durchschnittlich 4,0 Punkte und 1,6 Rebounds bei. Ihr bestes Spiel zeigte sie mit 12 Punkten im ersten Playoff-Viertelfinale in Hannover.

Alle Fotos: Hartmut Bösener



