Mehr Spiele, mehr Zuschauer – die Wölfe 2025/26 in Zahlen

Die Jubiläumssaison 2025/26 wird einen festen Platz in den Annalen des SYNTAINICS MBC einnehmen. Mit einer Bilanz von 26:42 Punkten und Platz 13 spielten die Wölfe ihre zweitbeste Saison in der easyCredit BBL seit dem Wiederaufstieg 2017 und zugleich die sechstbeste in nunmehr 20 Bundesligajahren.

Zu keinem Zeitpunkt war der Klassenerhalt ernsthaft gefährdet. Selbst zwischen Dezember und März, als die Mannschaft drei Monate sieglos blieb, 13 Niederlagen in Folge kassierte und auf Platz 16 zurückfiel, betrug der Vorsprung auf die Abstiegsränge nie weniger als vier Punkte bei zusätzlich gewonnenem direkten Vergleich. Einen weiteren Akzent setzte die Rückkehr auf die internationale Basketballbühne nach 21 Jahren: In der ENBL, einem von drei privatwirtschaftlichen Europapokalwettbewerben, gelang Platz 1 nach der Hauptrunde, hinzu kamen die Ausrichtung des ENBL VIMODROM FINAL FOUR 2026 in der Stadthalle Weißenfels und der Gewinn der Bronzemedaille. Ein Dämpfer war hingegen das frühe Aus im BBL-Pokal, in dem die Wölfe als Titelverteidiger bereits im Achtelfinale gegen den späteren Pokalsieger Bamberg auf der Strecke blieben.

Die Saison 2025/26 in Zahlen:

3 Cheftrainer standen an der Seitenlinie: Marco Ramondino in den ersten 24 Pflichtspielen, Sportdirektor Silvano Poropat als Interimslösung in fünf Spielen und Milenko Bogicevic in den letzten 19 Spielen. Bereits nach vier Partien kam es auf der Position des Assistenztrainers zu einer Veränderung: Brett Nomm übernahm für den aus familiären Gründen in seine kroatische Heimat zurückgekehrten Aleksandar Scepanovic.

5 Siege hintereinander gelangen zu Beginn der Saison in der easyCredit BBL. Damit stellten die Wölfe einen neuen Startrekord auf. Die vorherige Bestmarke mit drei Erfolgen stammte aus der Saison 2009/10. Nach dem 96:83-Sieg am 3. Spieltag in Vechta übernahmen sie am 4. Oktober 2025 erst zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte nach dem 16. Oktober 2009 die Tabellenführung in der Bundesliga. Über einen Monat und drei Spieltage lang konnten sie die Spitzenposition behaupten.

6 Kaderänderungen gab es im Saisonverlauf. Nachverpflichtet wurden im Oktober Perttu Blomgren, im Januar Andrew Harrison und im Februar Nemanja Djurisic. Gehen mussten im Oktober Bazoumana Koné und im Januar John Bryant. Der unmittelbar vor Saisonbeginn zurückgekehrte Stephon Jelks verabschiedete sich Januar erneut.

15 Punkte erzielte Khyri Thomas pro Bundesligaspiel – der US-Guard war damit bester Scorer der Wölfe und 17. ligaweit. Knapp dahinter folgten Charles Callison mit 14,9 und Spencer Reaves mit 14,6 Punkten im Schnitt. In der ENBL führte Spencer Reaves das interne Ranking mit 18,2 Punkten vor Khyri Thomas (17,0) und Charles Callison (13,3) an. Als neuntbester Scorer und bester Dreierschütze (4,3 pro Spiel) der Liga wurde Spencer Reaves als wertvollster Spieler (MVP) in der ENBL ausgezeichnet.

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48 Pflichtspiele absolvierten die Wölfe in den vergangenen knapp acht Monaten – so viele wie nie zuvor: 34 in der easyCredit BBL, 13 in der ENBL und 1 im BBL-Pokal. Jure Planinic und Collin Welp waren in allen 48 Spielen dabei. Die bisherigen Rekordmarken hatten bei 42 Pflichtspielen in der Vorsaison 2024/25 und 40 in der Saison 2003/04 gelegen. Genau die Hälfte der Partien, also 24, wurden gewonnen. Mehr Siege (35) durften die Wölfefans zuletzt in der Aufstiegssaison 2016/17 bejubeln. 26 Spiele fanden vor heimischem Publikum statt, 22 in fremden Hallen.

56 Freiwürfe in Serie verwandelte Spencer Reaves in 19 Spielen zwischen Ende Dezember und Mitte März – damit verdoppelte er den bisherigen Vereinsrekord von Djordje Drenovac aus der Saison 2017/18, dem 28 Freiwurftreffer hintereinander gelungen waren. 

217 Rebounds sammelte Jure Planinic in der easyCredit BBL. Damit führte er mit großem Abstand die teaminterne Wertung an, ligaweit holten nur drei Spieler noch mehr Rebounds. Beim Durchschnitt (6,4 pro Spiel) konnte bei den Wölfen nur Nachverpflichtung Nemanja Djurisic (6,0) mithalten. In fünf Spielen legte Jure Planinic zudem ein Double Double in den Kategorien Punkte und Rebounds auf.

953 Minuten und 9 Sekunden stand Charles Callison in der easyCredit BBL auf dem Feld – so lange wie kein anderer beim SYNTAINICS MBC. Mit insgesamt 3606 Minuten seit seiner Ankunft im November 2022 überholte er Djordje Pantelic (3325) als Spieler mit der längsten Einsatzzeit in der Bundesligahistorie der Wölfe. In den Kategorien Punkte (1655) und Assists (609) baute der US-Spielmacher seine Führung vor Sergio Kerusch (1087) bzw. Marcus Hatten (412) aus.

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4137 Punkte gelangen den Wölfen in den 48 Pflichtspielen in der easyCredit BBL, in der ENBL und im BBL-Pokal. Dies entspricht einem Schnitt von 86,2 pro Partie. Die meisten erzielten sie am 25. Spieltag der easyCredit BBL beim 108:84-Derbysieg in Jena, die wenigsten am 9. Spieltag bei der 62:83-Niederlage in München. Die defensiven Bestmarken stellten sie am 6. Spieltag der ENBL beim 69:52-Sieg in Sinj und am 31. Spieltag der easyCredit BBL beim 83:52-Sieg gegen Würzburg auf.

63.084 Zuschauer kamen zu den insgesamt 26 Heimspielen in der easyCredit BBL, im BBL-Pokal und in der ENBL. In der easyCredit BBL betrug der Schnitt 2788. Dies ist der Bestwert seit dem Wiederaufstieg 2017 und zum zweiten Mal hintereinander ein Zuwachs: In der Saison 2023/24 lag der durchschnittliche Zuspruch bei 2506 Zuschauern, in der Saison 2024/25 bei 2606. Das bestbesuchte Heimspiel war am Zweiten Weihnachtsfeiertag 2025 das XMAS EVENT GAME in Leipzig, bei dem 6644 Zuschauer für die zweitgrößte Heimspielkulisse der Vereinsgeschichte sorgten.

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