Mit einer 89:100 (48:60)-Niederlage bei den NINERS Chemnitz ging für den SYNTAINICS MBC am Samstagabend der erste Abschnitt der Vorbereitung auf die neue Saison 2026/27 zu Ende. Zuvor hatten die Wölfe gegen Braunschweig 88:78 gewonnen und waren in Bamberg mit 80:100 unterlegen. Weiter geht es an diesem Freitag und Samstag in Wloclawek mit dem Turnier um den Kasztelan Basketball Cup.
In der polnischen Chemiestadt treffen die Mannen von Vladimir Jovanovic am Freitag (18 Uhr) auf Gastgeber Anwil Wloclawek – die Partie wird live auf Youtube übertragen – und tags darauf (17 Uhr) auf den schwedischen Rekordmeister Södertälje BBK. Der Wölfe-Headcoach hofft, dann erstmals auf seinen kompletten Kader zurückgreifen zu können, um den Feinschliff für die neue Saison vorzunehmen, die am 12. September mit dem Erstrundenspiel um den Netto BBL-Pokal bei der BG Göttingen beginnt. Den Abschluss der Vorbereitungen bildet das A9-Derby gegen Medikamente per Klick Bayreuth am Dienstag, 8. September, in der Stadthalle Weißenfels. Tickets dafür gibt es hier.
Nachverpflichtung Kostja Mushidi wird an diesem Dienstag in Weißenfels erwartet, nachdem er heute noch mit der deutschen Nationalmannschaft im WM-Qualifikationsspiel in Polen im Einsatz ist. Kris Clyburn und Vuk Radojicic, die bei den Tests in Chemnitz und Bamberg wegen Kniebeschwerden bzw. einer Wunde an der Wurfhand pausierten, werden die Reise nach Polen mit antreten. Ob Trainingsgast Sean Flood weiterhin dabei sein wird, entscheidet sich kurz vor der Abreise.
Beim nicht-öffentlichen Testspiel in Chemnitz erzielte Spencer Reaves (19) die meisten Punkte. Im Schlussviertel schied der Kapitän mit einer Sprunggelenkverletzung aus. DeLonnie Hunt fiel neben seinen Spielmacherqualitäten (6 Assists) mit 17 Punkten auch als Scorer auf. Die Wölfe erlebten ein Auf und Ab. Im ersten Viertel zogen sie auf 25:16 davon, im dritten gerieten sie mit 50:75 in Rückstand, den letzten Abschnitt gewannen sie 28:17. Chemnitz um Topscorer Ben Burnham (18) traf deutlich besser aus dem Feld (58:48 Prozent), verteilte mehr Assists (23:14) und holte mehr Rebounds (37:27).
Headcoach Vladimir Jovanov sagte nach Abschluss des ersten Abschnitts der Saisonvorbereitung: „Die Resultate sind sekundär, erst recht, nachdem uns zuletzt drei Spieler gefehlt haben. Unter dem Strich bin ich mit unserem Leistungsstand zufrieden. In Chemnitz haben wir mit viel Energie gespielt, unser Maximum gegeben und Charakter gezeigt, nachdem wir zwischenzeitlich deutlich zurückgelegen hatten. Letztlich konnten wir die hohe Intensität und die große Rotation eines Eurocup-Teams nicht matchen. Nun gilt es, in den verbleibenden Spielen und Trainingseinheiten die letzten Details zu verbessern, um für das Pokalspiel in Göttingen gerüstet zu sein. Ich denke dabei in erster Linie an die Team-Defense und die Eins-gegen-eins-Verteidigung, in denen wir tougher werden müssen.“
Nach drei Testspielen gegen künftige Ligarivalen messen sich die Wölfe beim Kasztelan Basketball Cup mit internationaler Konkurrenz. Gastgeber Anwil Wloclawek war dreimal polnischer Meister (zuletzt 2019) und belegte in der vergangenen Saison den siebten Tabellenplatz. Nach vier Jahren im FIBA Europe Cup kehrt der Traditionsverein zur neuen Saison in die ENBL zurück, in der er 2022 den Titel gewonnen hatte. Samstagsgegner Södertälje BBK holte die letzte seiner zwölf Meisterschaften 2019. In der vergangenen Saison erreichte der Club, für den einst der spätere Bundesligastar Alvin „Bo“ Dukes auf Korbjagd gegangenen war, das Playoff-Viertelfinale. In den Trainerstäben beider Gegner gibt es ein Wiedersehen mit zwei Ex-Wölfen: Bei Anwil arbeitet Lukasz Orzechowski (2020 bis 2022) als Fitness- und Athletiktrainer, bei Södertälje steht Adnan Chuck (2002/03) als Headcoach an der Seitenlinie.
SYNTAINICS MBC: Reaves (19 Punkte, 5 Dreier), Hunt (17 Punkte, 2 Dreier, 6 Assists, 4 Rebounds), Simanic (14 Punkte, 2 Steals), Gaines (14 Punkte, 5 Assists, 4 Rebounds, 2 Steals), Planinic (8 Punkte, 7 Rebounds), Welp (7 Punkte), de Oliveira (6 Punkte, 2 Blocks), Flood (3 Punkte), Nikic (1 Punkt), Wafa (0 Punkte).

Fotos: René Hudl, Antonio Pereira




