Wölfe unterliegen in Oldenburg

Die wichtigste Nachricht zuerst: Die Wölfe sind wieder unversehrt zuhause angekommen. Am Sonntagmorgen um 3.35 Uhr endete für den SYNTAINICS MBC eine über 38-stündige Dienstreise, auf die der deutsche Pokalsieger gerne verzichtet hätte.

Die Anreise zum Auswärtsspiel des 15. Spieltages der easyCredit BBL bei den EWE Baskets Oldenburg erfolgte größtenteils durch ein Gebiet, für das der Deutsche Wetterdienst die Warnstufe Rot herausgegeben und von einer erheblichen Unwetter- und Gefährdungslage gesprochen hatte. Das Ligabüro und der Gegner hatten die Bitte nach einer Spielverlegung jedoch abgelehnt. Auf der Rückreise hatte die Mannschaft eine 84:91 (41:47)-Niederlage im Gepäck – die fünfte in Folge, durch die sie mit einer Bilanz von nun 14:16 Punkten aus den Play-In-Rängen herausgefallen ist. Am kommenden Wochenende muss das Team erneut reisen: zum Auswärtsspiel in Rostock am Sonntag, 18. Januar.

Spencer Reaves mit 27 und Akeem Vargas mit 10 Punkten stellten vor 6200 Zuschauern persönliche Saisonbestleistungen in der easyCredit BBL auf – Letzterem gelang der 1500. Punkt seiner Bundesligakarriere. Kyrie Thomas fehlte wegen der Oberschenkelverletzung, die er sich unter der Woche im ENBL-Spiel gegen Groningen zugezogen hatte. Die Hoffnungen auf das Comeback von RJ Gunn (Schulter) erfüllten sich nicht.

Dafür stand Stephon Jelks wieder im Kader. Der US-Amerikaner erzielte sieben Punkte und wird dem SYNTAINICS MBC voraussichtlich auch in den kommenden Wochen erhalten bleiben. Der ursprünglich bis Ende 2025 datierte und dann bis zur Partie in Oldenburg ausgedehnte Vertrag des Flügelspielers wurde ein weiteres Mal verlängert: diesmal um fünfeinhalb Wochen bis zum Beginn des zweiten Nationalmannschaftsfensters dieser Saison, also bis einschließlich der Partie am 19. Februar in Ludwigsburg. Der Spieler besitzt allerdings eine Ausstiegsklausel, sollte er von einem anderen Club ein aus seiner Sicht attraktiveres Angebot erhalten.

Nur zweimal lagen die Wölfe in Oldenburg in Führung: in der Anfangsphase mit 3:0 und dann noch einmal mit 8:7. Nach dem ersten Viertel lagen sie 18:23 hinten, im zweiten wuchs der Rückstand auf 34:45 an. Bis zur Halbzeit kämpften sie sich wieder auf 41:47 heran. Zum Verhängnis wurde ein schwacher Start in die zweite Hälfte, als ihnen über vier Minuten lang kein Korb gelang und sie zwölf gegnerische Punkte hintereinander zum 41:59 kassierten. Wieder zeigten sie Moral und holten Punkt für Punkt auf. Im Schlussabschnitt gelangen ihnen zehn Punkte hintereinander zum 72:77, eineinhalb Minuten vor dem Ende waren sie sogar auf drei Punkte (82:85) dran.

Zur Wende fehlten jedoch die Kräfte und an diesem Abend auch die Präzision: An der Freiwurflinie ließen sie von 21 Versuchen neun liegen. Oldenburg um Topscorer Nicholas Tischler (19) brachte seinen fünften Sieg hintereinander ins Ziel, der angesichts der besseren Feldwurfquote (56:49 Prozent) und der Reboundüberlegenheit (36:25) auch verdient war. Ex-Wolf Ralph Honnou kam bei den Gastgebern nicht zum Einsatz. Headcoach Marco Ramondino sagte nach der Partie: „Glückwunsch an Oldenburg, sie haben den Sieg verdient. Wir haben insgesamt eine gute Leistung gezeigt. Ihre Physis und die Athletik konnten wir nicht matchen, aber das konnte man vor der Partie erwarten. Wir haben smart gespielt, aber wir müssen uns in einigen individuellen Aspekten und im Rebounding steigern. Unser letztes Viertel kann uns positiv stimmen, dass wir wieder auf das Level kommen, das alle von uns erwarten.“

SYNTAINICS MBC: Reaves (27 Punkte, 6 Dreier, 7 Assists), Planinic (10 Punkte, 5 Rebounds), Vargas (10 Punkte, 3 Dreier), Blomgren (9 Punkte), Foster (7 Punkte, 5 Rebounds), Jelks (7 Punkte), Callison (5 Punkte, 4 Assists), Nikic (5 Punkte),  Welp (4 Punkte), Heck, Bryant.

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