Niederlage trotz starkem Thomas-Debüt

Bei der ersten Station seines verlängerten fränkisch-bayerischen Wochenendes musste sich der Mitteldeutsche BC am Samstagabend bei medi bayreuth mit 77:82 (35:34) geschlagen geben. Nach der Partie reiste die Mannschaft direkt weiter nach München, wo bereits am Montagabend (20 Uhr) die vorgezogene Partie des 8. Spieltages bei Vizemeister FC Bayern auf dem Programm steht. Bester MBC-Korbschütze war Lance Jeter mit 18 Punkten, dem von seiner Knieverletzung wiedergenesenen TaShawn Thomas gelang in seinem ersten Beko BBL Einsatz mit 14 Punkten und zehn Rebounds gleich ein Double Double.

„Bayreuth hat verdient gewonnen, das müssen wir zugestehen“, sagte MBC-Coach Silvano Poropat nach der Partie vor 2730 Zuschauern in der Oberfrankenhalle, in der die Wölfe von zahlreichen mitgereisten Schlachtenbummlern lautstark unterstützt wurden. Und weiter: „Im Vergleich zum letzten Spiel gegen Göttingen haben wir besser gespielt. Wir haben auch gut gekämpft. Aber wir hatten drei große Probleme: den Anfang des Spiels, den Anfang des dritten Viertels und das Defensivrebounding.“ Von 37 Abprallern unter dem MBC-Korb schnappten sich der Gegner immerhin 13, die ihm Ballbesitz und weitere Wurfchancen bescherten.

Zum Spielverlauf: TaShawn Thomas stand bei seinem Saisondebüt gleich in der Anfangsformation (Haukur Palsson musste als überzähliger Ausländer pausieren). In der neunten Minute erzielte der Power Forward seinen ersten Bundesliga-Korb zum 14:12. Die Hausherren hatten zuvor den besseren Start erwischt und sich nach dreieinhalb Minuten auf 10:1 abgesetzt. Doch dann ergriff Lance Jeter die Initiative und brachte sein Team mit sieben Punkten in Folge auf 10:8 heran. Mit einem knappen 15:16-Rückstand endete das erste Viertel.

Der zweite Abschnitt begann mit der ersten Führung durch zwei Freiwürfe von Chris Otule zum 17:16 – es waren seine einzigen Punkte in der Partie. Die Wölfe drückten dem Geschehen zunehmend ihren Stempel auf und konnten auch das dritte Foul von Frantz Massenat bereits in der 15. Minute problemlos wegstecken. Lance Jeter sprang für ihn als Leitwolf in die Bresche – bereits 14 Punkte hatte der US-Amerikaner zur Pause auf seinem Konto. Über 21:18 (13.) konnten sie sich dank des nun aufdrehenden Stephan Haukohl bis auf 29:25 (17.) absetzen – ihre höchste Führung im Spiel. Doch die Bayreuther holten auf, in der Folgezeit wechselte die Führung hin und her, mit einem knappen 35:34 für die Wölfe ging es in die Pause.

Zu Beginn der zweiten Hälfte erarbeiteten sich die Hausherren durch drei Dreier in Folge und zwei folgende Freiwürfe einen 47:39-Vorsprung (25.), den sie bis Ende des dritten Viertels (56:48) verteidigen konnten. Zu Beginn des Schlussabschnitts wurde der Rückstand des MBC durch zwei Freiwürfe von Ex-Wolf Steve Wachalski erstmals zweistellig (48:50).

Zweimal konnten die Wölfe noch Hoffnung schöpfen: nach zwei Dreiern von Ivan Siriscevic zum 56:60 (34.) sowie nach einem Dreier von Filip Bundovic und einem Drei-Punkt-Spiel von Ivan Siriscevic 24 Sekunden vor Schluss – ein Ballverlust von TaShawn Thomas direkt nach dem Einwurf unter dem eigenen Korb raubte jedoch die Chance auf eine Wende. Die Bayreuther um den mit 20 Punkten und 14 Rebounds herausragenden Kenneth Horton brachten den Sieg nach Hause.

MBC: Jeter (18 Punkte, 8 Assists), Thomas (14 Punkte, 10 Rebounds), Haukohl (14), Bundovic (12), Siriscevic (9 Punkte, 6 Rebounds), Massenat (4 Punkte, 4 Assists), Johnson (2), Otule (2), Zinn (2 Punkte, 3 Assists), Maier.