Bereits vier Spieltage vor Hauptrundenende hat unsere Frauenmannschaft ihr Saisonziel erreicht: Durch den 69:66 (30:37)-Heimsieg am Sonntagnachmittag gegen die GiroLive-Panthers Osnabrück qualifizierten sich die Hallenserinnen zum dritten Mal in Folge für die Playoffs der Toyota DBBL.
Als Tabellensechster mit einer ausgeglichenen Bilanz von 18:18 Punkten sind sie nicht mehr aus den Top Acht zu verdrängen. Herne und Nördlingen (je 10:26) könnten zwar noch nach Punkten gleichziehen, doch in beiden Fällen spricht der direkte Vergleich für die Lions. In den verbleibenden vier Hauptrundenspielen – das nächste am kommenden Samstag in Herne – könnten sie sich theoretisch sogar noch den vierten Platz und damit den Heimvorteil im Playoff-Viertelfinale sichern.
Vor 630 Zuschauern in der von ELEMENTS Halle präsentierten Partie war Liz Smith (Foto oben) mit 20 Punkten beste Werferin. Auch Katelyn Shumate (15) und Nicole Brochlitz (12) punkteten zweistellig. Nach zwei Spielen Verletzungspause meldete sich Alexia Allesch mit 5 Punkten und 8 Rebounds zurück. Zudem erzielte Khalis Cain ihren 100. Punkt der laufenden Saison.
Im ersten der neu eingeführten, vier direkt aufeinanderfolgenden „Regional Games“ begannen die Hallenserinnen stark mit einer 9:0-Führung, bis zum ersten Korb der Gäste vergingen über fünf Minuten. Das erste Viertel endete folgerichtig 19:10. Im zweiten Abschnitt verlor die Offensive jedoch an Schwung, nur 11 Zähler kamen hinzu. In der Defensive fanden die Lions zudem keine Antwort auf Milica Cuic, die drei Dreier in kurzer Folge traf. In der 17. Minute gerieten sie 28:29 in Rückstand, zur Pause stand es 30:37. Nach Seitenwechsel steigerten sich die Gastgeberinnen an beiden Enden des Spielfeldes und übernahmen kurz vor Ende des dritten Viertels durch einen Dreier von Liz Smith zum 59:56 wieder die Führung.
Die gaben sie im spannenden Schlussabschnitt, in dem beiden Teams nur noch je zehn Punkte gelangen, nicht mehr ab. Die Osnabrückerinnen litten unter Foulbelastung, Nationalspielerin Lina Sontag schied nach ihrem fünften in der 38. Minute aus. Mit dem letzten Angriff des Spiels hatte Gäste-Topscorerin Milica Cuic (14) noch den Ausgleich in der Hand, ihr Dreierversuch verfehlte jedoch das Ziel.
Headcoach Timur Topal war nach dem Spiel und dem Erreichen der Playoffs erleichtert. Er analysierte die Partie wie folgt: „Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns. Nach gutem Start haben wir sehr lange gebraucht, um auf den erhöhten Druck und auf die erhöhte Physis von Osnabrück zu reagieren und Widerstand zu leisten. Mit zunehmender Spielzeit ist uns das besser und am Ende sogar gut gelungen. Auch als es offensiv nicht lief, haben wir alles reingehauen, den Gegner mit guter Verteidigung auf zehn Punkte gehalten und entsprechend verdient gewonnen.“
SYNTAINICS MBC: Smith (20 Punkte, 3 Dreier, 4 Rebounds), Shumate (15 Punkte, 4 Rebounds), Brochlitz (12 Punkte, 2 dreier, 4 Steals), Svetlikova (8 Punkte), Allesch (5 Punkte, 8 Rebounds), Alborova (5 Punkte), Cain (4 Punkte, 5 Rebounds), Bär (0 Punkte, 5 Rebounds, 3 Assists), Suckstorff (0 Punkte), Erikstrup (0 Punkte).



