Klassenerhalt im Visier: Wölfe fordern Würzburg heraus

Der SYNTAINICS MBC hat keine Zeit, der verpassten Titelchance beim ENBL VIMODROM FINAL FOUR 2026 hinterherzutrauern. Am Sonntag (16.30 Uhr) wollen die Wölfe in der Stadthalle Weißenfels mit einem Heimsieg gegen den Tabellenfünften Fitness First Würzburg Baskets die letzten Zweifel am Klassenerhalt in der easyCredit BBL beseitigen.

Die vom Autohaus Max Schultz präsentierte Partie ist die vierte in acht Tagen für das Team von Headcoach Milenko Bogicevic, das vier Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde mit 24:36 Punkten auf Tabellenplatz 15 rangiert. Hier gibt es Tickets. Dyn überträgt ebenso live wie WeltTV. Angesichts von acht Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge, die derzeit von den MLP Academics Heidelberg und den Basketball Löwen Braunschweig (jeweils 16:44) eingenommen werden, ist die Ausgangslage für die Wölfe exzellent. In völliger Sicherheit sollten sie sich aber nicht wiegen. Gleichzeitig können sie mit einem Erfolg gegen Würzburg ihre Chancen auf eine erneute Play-In-Teilnahme verbessern. Den letzten Play-In-Platz nehmen derzeit die Rostock Seawolves (28:30) ein.

Gespannt darf man sein, wie die Wölfe die Strapazen des ENBL VIMODROM FINAL FOUR 2026 verkraftet haben. Nach der niederschmetternden 86:89-Halbfinalniederlage gegen Manchester Basketball bewiesen die Weißenfelser im Spiel um Platz drei Stehauf-Qualitäten und feierten gegen CSO VOLUNTARI einen unerwartet deutlichen 92:76-Erfolg. Dabei trugen sich alle zwölf Spieler in die Korbschützenliste ein. Bogicevic konnte dabei auf alle acht Importspieler zurückgreifen, was in der easyCredit BBL bekanntlich nicht möglich ist. Gegen die starken Würzburger wollen die Wölfe den Schwung aus dem Spiel gegen Voluntari mitnehmen. „Wir haben immer noch hohe Ziele. Dass wir auf eines der besten Teams der Liga treffen, gibt uns Extramotivation“, macht der Serbe deutlich. Wozu das führen kann, bewies der SYNTAINICS MBC in den vergangenen Wochen zu Genüge, als Alba Berlin (99:68) und der FC Bayern München Basketball (91:79) in begeisternden Heimspielen in die Knie gezwungen wurden.

Die Würzburger beschreibt Bogicevic als „sehr gut gecoachtes Team mit einer starken Physis. Da müssen wir ans Limit gehen“. Im Hinspiel kurz vor Weihnachten gelang das den Wölfen nicht. Bereits nach dem ersten Viertel lagen sie mit 11:31 zurück, am Ende stand trotz 15 Punkten von Kapitän und Ex-Würzburger Charles Callison eine 71:89-Niederlage zu Buche. Damals dominierten die Würzburger Guards Marucs Carr und Davion Mintz nach Belieben und erzielten zusammen 49 Punkte. Zudem litt der MBC unter einer desolaten Dreierquote (5/21). Doch während die Wölfe vier BBL-Heimspiele nacheinander gewannen, erlebten die furios in die Saison gestarteten Würzburger zuletzt ein Auf und Ab. Von den zurückliegenden 15 Ligaspielen gingen neun verloren. Im jüngsten Heimspiel am Donnerstag gegen München verloren sie nach einer 46:37-Halbzeitführung noch mit 81:90.

Mit derzeit 34:26 Punkten ist in der Tabelle nach oben und unten noch einiges möglich. Die Telekom Baskets Bonn auf dem begehrten vierten Platz (38:24), der Heimrecht in der ersten Playoff-Runde bedeuten würde, befinden sich in Reichweite. Zugleich ist auch ein Abrutschen auf die Play-In-Plätze ein realistisches Szenario. Getragen werden die von Sasa Filipovski trainierten Unterfranken von ihrem Guard-Duo Carr (17,3 Punkte pro Spiel) und Mintz (16,9). Im vielseitigen Guard- und Flügelspieler Johnathan Stove (7,7) und Center Eddy Edigin (5,7) stehen auch zwei ehemalige MBC-Leistungsträger im Aufgebot der Baskets. Stoves Einsatzzeiten waren zuletzt allerdings stark rückläufig. Bester Rebounder des Teams ist Center Charles Thompson (4,9), der seine 8,4 Punkte pro Spiel mit einer herausragenden Trefferquote von 65,6 Prozent erzielt.

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