Kantersieg im Auftaktspiel der 2. Playdown-Runde

Mit einem 76:49-Sieg im Auftaktspiel der 2. Playdown-Runde der NBBL gegen die Junior Löwen Braunschweig haben die MBC Junior Sixers ein Statement gesetzt.

„Braunschweig liegt dem MBC, Jungs – Ihr packt das!“ mit diesen Worten verabschiedete MBC-Cheftrainer Silvano Poropat die NBBL-Jungs auf dem Teamabend vier Tage vor dem ersten und richtungsweisenden Spiel der entscheidenden Playdown-Runde in der U19-Bundesliga. Seit zwei Jahren gewinnt der MBC in den verschiedenen Bundesligen mit steter Regelmäßigkeit gegen die Braunschweiger jedes Spiel, und daran sollte sich auch für die MBC Junior Sixers nichts ändern.

Die Art und Weise aber, wie man die Junior Löwen aber aus den Schuhen spielte, überraschte dann schon. Bei der wohl besten Saisonleistung spielte man wie entfesselt auf und gab ein klares Statement ab: „Dieses Jahr schaffen wir es!“ Gemeint ist der direkte Klassenerhalt, und der Gewinner der Best-of-three-Serie hat den in der Tasche. Das 76:49 (37:32-Halbzeit) lieferte zumindest den Rückschluss, dass die Qualität der Mannschaft über den Jahresverlauf wie erhofft und bemerkenswert gestiegen ist. Verdienter kann ein Sieg kaum sein – jedes Viertel ging an die MBC-Youngster und man lag nicht ein einziges Mal in Rückstand – auch wenn das Spiel bis zur Pause zumindest vom Ergebnis her durchaus eng war.

Die Jungs um Kapitän Luis Taya präsentierten sich vor allem in der Verteidigung nicht nur sehr gut vorbereitet durch die Coaches Christian Steinwerth und Philipp Streblow, sondern auch sehr bissig und gierig. Ganze 27 Ballverluste rang man den Gästen ab – die Zonenverteidigung mit vorgeschalteter Presse zeigte immer wieder Wirkung. Dass die Braunschweiger bis zur Pause überhaupt noch in Reichweite waren lag eigentlich eher daran, dass auf Seiten der Junior Sixers die ein oder andere gute Abschlusschance ungenutzt ausgelassen wurde. Die beiden im Saisonverlauf herausragenden Big Men Alexander Herrmann und Lars Lagerpusch egalisierten sich mehr oder weniger gegenseitig, doch in der Tiefe des Teams hatten die Junior Sixers klare Vorteile.

Über die Stationen 19:15 und 37:32 ging man in die zweite Halbzeit – und dann wurden die gut 100 Zuschauer Zeugen eines unglaublichen Laufes. Angestachelt von der phantastischen Verteidigungsarbeit von Niklas Jüttner und inspiriert durch Ferenc Gille, der wohl sein bisher bestes Saisonspiel machte (19 Punkte, 8 Rebounds) und in seinen 14 Minuten Einsatzzeit reboundete und in Korbnähe ackerte, als ob es kein Morgen gäbe, legte man den Angriff der Braunschweiger eine (aus deren Sicht wohl) gefühlte Ewigkeit lahm. Ganze zwei Zähler markierten die Gäste im kompletten 3.Viertel – und übergreifend bis in den vierten Teilabschnitt schafften die MBC Junior Sixers, die als geschlossenes Team voll und ganz überzeugten, einen 25:0-Lauf. Der mündete in einem 62:34-Zwischenstand, und spätestens da waren alle Messen gelesen. So konnte das Trainergespann allen Spielern Einsatzzeiten gönnen. Für die Gäste punktete das Trio Sonar (11), Globi (11) und Lagerpusch (10) am häufigsten.

Headcoach Steinwerth war nach dem Spiel auch voll des Lobes: „Der Schlüssel heute war unsere Aggressivität in Verbindung damit, dass unsere Jungs sehr diszipliniert gespielt haben. Nur 13 Ballverluste auf unserer Seite zeugen davon. Wenn wir diese Leistung auch in Braunschweig zeigen und unser Potenzial abrufen können, dann sind wir guter Dinge, dass wir dort die Serie beenden. Es sollte uns aber auch klar sein, dass wir in Braunschweig auf einen Gegner treffen werden, der mit dem Rücken zur Wand ums Überleben fighten wird. Und da ein Sieg halt nicht reicht, brauchen wir die gleiche Spannung, mit der wir in unserem Heimspiel agiert haben. Dann werden wir das schaffen!“

Spiel 2 findet am kommenden Sonntag um 17 Uhr in Braunschweig statt.

MBC Junior Sixers: Ferenc Gille (19 Punkte, 8 Rebounds), Alexander Herrmann (14/9), Jonas Niedermanner (13/8), Niklas Radestock (11 Punkte/5 Steals), Roland Winterstein (4), Niklas Jüttner (4 Punkte, 5 Steals), Pierre Klaus (3), Alexander Helten (2), Mick Neumann (2), Toni Dagga (2), Simon Grünzig.