Duell auf Augenhöhe: Wölfe empfangen Hamburg

Können sich die Wölfe aus dem Tabellenkeller der easyCredit BBL befreien und sogar noch einmal die Play-In-Ränge in Angriff nehmen? Oder müssen sie auf der Zielgeraden der Hauptrunde noch einmal ernsthaft zittern? Ein weiteres Schlüsselspiel in der ebenso wechselhaften wie emotionalen Saison 2025/26 erwartet den ENBL-Halbfinalisten an diesem Freitag (20 Uhr) zuhause in der Stadthalle Weißenfels gegen die Veolia Towers Hamburg.

Die vom Europa‑Rosarium Sangerhausen präsentierte Partie zwischen den auf Tabellenplatz 15 rangierenden Wölfen (22:34 Punkte) und den zwölftplatzierten Hanseaten (24:30 Punkte) eröffnet den 29. und damit sechstletzten Spieltag. Tickets gibt es hier, Dyn überträgt live. Für optimale Rahmenbedingungen ist gesorgt: Mit drei Siegen in Folge sind die Gäste das formstärkste Team der easyCredit BBL, die Wölfe gehen mit wettbewerbsübergreifend fünf Heimsiegen in Folge in die Partie. Ihr Vorsprung auf die Abstiegsränge (8 Punkte) ist doppelt so groß wie der Rückstand auf die Play-In-Ränge (4).

Milenko Bogicevic blickt voraus: „Die Hamburger haben einen auf allen Positionen gut ausbalancierten Kader und sind in guter Form. Sie spielen Teambasketball, aggressiv und mit viel Energie. Sie sind in guter Form und haben deshalb viel Selbstvertrauen. Aber das gilt auch für uns. Wir müssen fokussiert auftreten und physisch dagegenhalten.“ Dabei stehen ihm die zuletzt beim 91:79-Überraschungssieg gegen den FC Bayern München pausierenden Marcus Foster (Adduktoren) und RJ Gunn (Finger) Stand heute wieder zur Verfügung. Dies gilt theoretisch auch für Andrew Harrison (Rücken).

Apropos FC Bayern München: Eine Woche vor den Wölfen stellten auch die Towers dem Deutschen Meister und Tabellenführer ein Bein. Sie gewannen ihr Heimspiel vor 12.570 Zuschauern in der Barclays Arena mit 96:81. Nichts ist mehr übrig geblieben vom Stimmungstief 2025, als die Towers saisonübergreifend 24 Pflichtspiele in Serie verloren. Darunter war auch die 85:93-Heimniederlage gegen die Wölfe am 1. Spieltag dieser Saison. Topscorer war damals Collin Welp, mit 23 Punkten stellte er eine persönliche Saisonbestleistung auf.

Trotz der Krise hielt Towers-Manager Marvin Willoughby an Headcoach Benka Barloschky fest. Statt den Trainer zu entlassen, nahm er Korrekturen am Kader vor: Vier US-Amerikaner mussten gehen, drei neue kamen. Zudem gelang im November mit der Verpflichtung von Martin Breunig, dem Pokalhelden der Wölfe aus der Vorsaison, ein Königstransfer. Nachdem sein Engagement bei den New Taipeh Kings in Taiwan geplatzt war, hatte der Centerspieler die Saison bei SLUC Nancy in Frankreich begonnen. Der inzwischen 34-Jährige zog sich jedoch Mitte März beim Auswärtsspiel in Trier eine Oberschenkelverletzung zu und musste seither pausieren.

Die Negativserie der Towers endete Mitte Dezember mit einem 99:80‑Heimsieg gegen ALBA BERLIN. Von den vergangenen 18 Bundesligapartien gewannen die Towers elf und rollten damit die Tabelle von hinten auf. Den Eurocup schlossen sie mit zwei Siegen und 16 Niederlagen als Zehnter und Letzter ihrer Hauptrundengruppe ab. Die Nachverpflichtungen schlugen glänzend ein: Shooting Guard Devon Daniels ist mit 15,6 Punkten pro Partie der Topscorer des Teams, Spielmacher Ross Williams ist ihm mit 15,0 Punkten auf den Fersen. Martin Breunig kam in 17 Einsätzen auf durchschnittlich 8,6 Punkte und 4,6 Rebounds.

Veröffentlicht in News, Newsarchiv
Vorheriger Beitrag
Unerwartetes Halbfinale: Lions treffen auf BC Marburg