Am 10. August bittet Vladimir Jovanovic seine Schützlinge zum ersten Mannschaftstraining in die Stadthalle Weißenfels. An den Tagen zuvor sind die obligatorischen Medizinchecks und individuelle Einheiten angesetzt. Zum ersten Mal live erleben kann man den neuen Headcoach der Wölfe im ersten Testspiel am Mittwoch, 19. August, gegen die Basketball Löwen Braunschweig. Während seiner letzten Urlaubstage stand der 42-jährige Serbe im großen Sommerinterview Rede und Antwort.
Herr Jovanovic, warum tauschen Sie die vergleichsweise komfortable Position als serbischer Verbandstrainer gegen die stressige Aufgabe eines Clubtrainers ein?
„Ich liebe Herausforderungen und die tägliche Arbeit mit einer Mannschaft. Deshalb freue ich mich sehr auf meine neue Aufgabe beim SYNTAINICS MBC. Ich wäre bereits im Februar dieses Jahres gern nach Weißenfels gekommen. Damals hatten wir uns schon geeinigt, allerdings bekam ich keine Freigabe aus meinem Vertrag beim serbischen Verband. Umso mehr freue ich mich, dass es nun im zweiten Anlauf geklappt hat. Ich kann es kaum erwarten, loszulegen.“
Was wissen Sie bereits über den SYNTAINICS MBC und die easyCredit BBL?
„Bereits zu Jahresbeginn hatte ich mich intensiv informiert, u.a. bei meinem Freund Igor Jovovic. Der SYNTAINICS MBC hat bekanntlich eine lange Balkantradition. Was ich über den Club, den Standort, das Umfeld und die Fans gehört habe, war sehr positiv. Und die easyCredit BBL: Sie ist eine der besten Ligen Europas, ein großartiger Arbeitsplatz für Spieler und uns Trainer. Es wird intensiver und schneller Basketball gespielt.“
Welchen Basketball können wir denn von Ihnen und Ihrem Team erwarten?
„Grundsätzlich bevorzuge ich einen modernen Basketball: Aus einer aggressiven Verteidigung heraus schnell umzuschalten und möglichst früh zum Abschluss zu kommen. Gleichzeitig muss man die eigene Philosophie natürlich an das vorhandene Spielermaterial anpassen. Es gilt, die Stärken der einzelnen Spieler optimal zu nutzen und ihre Schwächen bestmöglich zu kaschieren. Daran werden wir in der Vorbereitung arbeiten. Anschließend wird sich zeigen, welche Kombination für uns die beste ist.“
Mit welchen Zielen nehmen Sie die neue Saison in Angriff?
„Noch ist es viel zu früh, um ein konkretes Ziel oder gar einen bestimmten Tabellenplatz festzulegen. Was ich erreichen will: Dass wir am Ende der Saison besseren Basketball spielen als zu Beginn. Und dass wir eine Siegermentalität entwickeln. Wir wollen in jedes Spiel gehen, egal ob zuhause oder auswärts, mit dem Ziel zu gewinnen. Wie weit uns das trägt, wird sich im Verlauf der Saison zeigen.“
Sechs Spieler sind geblieben, fünf neue sind bisher gekommen. Wie zufrieden sind Sie mit der Kaderzusammenstellung?
„Ich denke, dass es uns bislang gelungen ist, motivierte und qualitativ gute Spieler zu verpflichten, die in unser Budget passen. Unterdessen sind wir weiterhin auf dem Markt aktiv und auf der Suche nach einem weiteren Leistungsträger.“



