Ausgeglichene Bilanz in Wloclawek

Mit einer ausgeglichenen Bilanz von einem Sieg und einer Niederlage hat der SYNTAINICS MBC das Turnier um den Kasztelan Basketball Cup im polnischen Wloclawek abgeschlossen. Gegen Gastgeber Anwil Wloclawek setzten sich die Wölfe am Freitagabend mit 77:75 (43:43) durch. Tags darauf unterlagen sie dem schwedischen Rekordmeister Södertälje BBK 76:83 (43:36).

Headcoach Vladimir Jovanovic zog während der Rückreise ein zufriedenes Fazit. Das erste Spiel gegen den dreimaligen polnischen Meister und ENBL-Champion von 2022 habe als Standortbestimmung gedient. Der Körperkontakt und die Energie auf beiden Seiten hätten „beinahe den Charakter eines Pflichtspiels“ gehabt, sagte der Serbe am Telefon. Und da habe seine Mannschaft „Charakter gezeigt und viele richtige Entscheidungen getroffen“. In der Partie nur 21 Stunden später gegen Södertälje hätten dagegen Konzentration und Energie gefehlt. Zudem wurde in Borisa Simanic einer der wichtigsten Spieler geschont. „Wir haben die Einsatzzeiten ausgewogen verteilt“, sagte Vladimir Jovanovic. „Das war mir wichtiger als das Endergebnis. Mich ärgern nur die vielen Dreier, die wir zugelassen haben.“  

Kris Clyburn befindet sich nach seinen Knieproblemen noch im Aufbautraining und konnte nicht eingesetzt werden. Spencer Reaves war nach seiner Sprunggelenkverletzung nicht mit nach Polen gereist. Zur Startformation gehörten in beiden Spielen DeLonnie Hunt, Kostja Mushidi, Anthony Gaines und Aushilfskapitän Jure Planinic. Auf der Power-Forward-Position wechselten sich Borisa Simanic und Collin Welp ab.

Gegen Wloclawek erzielte Jure Planinic die entscheidenden Punkte mit einem Putback-Korbleger 1,1 Sekunden vor dem Ende. Nach einer anschließenden Auszeit verhinderten die Wölfe mit einer starken Defensivaktion einen letzten Wurf der Polen. 2501 Zuschauer erlebten eine ausgeglichene Partie, in der sich die Gäste im ersten Viertel mit 19:10 absetzen konnten und im zweiten mit 36:41 in Rückstand gerieten. Mit 58:58 ging es in den Schlussabschnitt. Borisa Simanic (14), Kostja Mushidi (13), Collin Welp, Vuk Radojicic (12) und Jure Planinic (11) punkteten zweistellig.

Gegen Södertälje behaupteten die Wölfe bis tief ins Schlussviertel hinein eine Führung, kassierten dann aber sieben Punkte in Folge und gerieten 71:75 in Rückstand. Die vom früheren Weißenfelser Adnan Chuk (2002/03) trainierten Schweden trafen 14 Dreier bei einer hervorragenden Quote von 47 Prozent. Die Wölfe kamen auf neun erfolgreiche Distanzwürfe (33 Prozent). Vorteile hatte der Gegner in der Abschlussstatistik bei der Gesamtwurfquote (50:38 Prozent), bei den Rebounds (39:34) und den Assists (18:11). Topscorer war DeLonnie Hunt mit 19 Punkten, Jure Planinic schnupperte mit 16 Punkten und 9 Rebounds an einem Double Double. Auch Vuk Radojicic (12) punktete wieder zweistellig.

SYNTAINICS MBC (gegen Wloclawek): Simanic (14 Punkte), Mushidi (13 Punkte, 3 Dreier, 4 Rebounds), Welp (12 Punkte, 2 Dreier, 8 Rebounds), Radojicic (12 Punkte, 2 Dreier, 3 Assists), Planinic (11 Punkte, 8 Rebounds, 3 Assists), Gaines (7 Punkte, 7 Rebounds), Hunt (4 Punkte, 3 Rebounds), de Oliveira (2 Punkte), Nikic (2 Punkte), Flood (0 Punkte, 3 Rebounds), Wafa (0 Punkte), Siegert.

SYNTAINICS MBC (gegen Södertälje): Hunt (19 Punkte, 4 Dreier, 6 Rebounds), Planinic (16 Punkte, 9 Rebounds), Radojicic (12 Punkte, 2 Dreier), Mushidi (9 Punkte, 2 Dreier), Gaines (8 Punkte, 6 Rebounds), Flood (5 Punkte), Welp (2 Punkte, 3 Assists, 2 Blocks), de Oliveira (2 Punkte), Nikic (1 Punkt), Wafa (2 Punkte), Siegert (0 Punkte), Simanic.

Mit einem gerahmten Trikot bedankte sich Sportdirektor Silvano Poropat bei Leo De Rycke, seinem Pendant auf Seiten von Anwil Wloclawek, für die Einladung zum Kasztelan Basketball Cup. Dem einen oder anderen dürfte der Belgier noch aus seiner Zeit in Bamberg in der Saison 2019/20 ein Begriff sein.

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