Mit dem serbischen Vizeweltmeister Borisa Simanic hat der SYNTAINICS MBC seinen Kader für die bevorstehende Saison in der easyCredit BBL und ENBL komplettiert. Der 28 Jahre alte und 2,11 Meter große Power Forward wechselt vom bosnischen Rekordmeister KK Igokea Aleksandrovac zu den Wölfen.
Headcoach Vladimir Jovanovic kennt den von Zeidler Consulting präsentierten Neuzugang aus der gemeinsamen Zeit bei FMP Belgrad in der Rückrunde der Saison 2017/18. Borisa Simanic unterschrieb einen Einjahresvertrag und erhält die Rückennummer 22. Er wird am Sonntag in Weißenfels erwartet und tags darauf den Medizincheck absolvieren. Ob er bereits im ersten Testspiel am Mittwoch (19 Uhr) in der Stadthalle Weißenfels gegen Braunschweig debütieren wird, entscheidet sich kurzfristig. Tickets gibt es hier. Dabei sein wird dann auf jeden Fall der Litauer Danas Kazakevicius. Der 21-Jährige absolviert derzeit – wie berichtet – ein Probetraining mit der Aussicht auf ein Engagement als Ergänzungsspieler.
Borisa Simanic und die serbische Nationalmannschaft – diese Verbindung lässt Interessenten des internationalen Basketballs sofort aufhorchen: Bei der WM 2023 erlangte der Neu-Wolf traurige Berühmtheit, als er im Vorrundenspiel gegen den Südsudan nach einem Ellbogencheck von Gegenspieler Nuni Omot in die Magengegend schwer verletzt wurde und zeitweise sogar in Lebensgefahr schwebte. In der Folge musste ihm eine Niere entfernt werden. Der Vorfall schweißte das serbische Team auf dem Weg ins Finale gegen Deutschland nur noch enger zusammen, das Trikot von Simanic war stets präsent. Erst nach einjähriger Verletzungspause kehrte der Power Forward aufs Feld zurück.
Seine basketballerische Ausbildung erhielt Borisa Simanic im Nachwuchsprogramm von Roter Stern Belgrad. Für den serbischen Rekordmeister lief er jahrelang in der nationalen Liga, in der ABA League (im Volksmund Adrialiga) und in der Euroleague auf, unterbrochen von zwei Leihen zu FMP Belgrad. Im November 2020 debütierte er in der Nationalmannschaft. In der Schlussphase der Saison 2020/21 suchte er eine neue Herausforderung beim Lokalrivalen Mega Basket Belgrad. 2022 wechselte Borisa Simanic erstmals ins Ausland und spielte für Casademont Saragossa in der spanischen ACB. Nach der einjährigen Verletzungspause schloss er sich Aleksandrovac an.
Mit Roter Stern Belgrad gewann Borisa Simanic viermal die serbische Meisterschaft, zweimal den nationalen Pokal und dreimal die ABA League. Mit Aleksandrovac wurde er einmal Meister und einmal Pokalsieger. Einer seiner Teamkollegen dort war Ex-Wolf Sandro Antunovic (2020 bis 2022). Für Roter Stern Belgrad und Aleksandrovac absolvierte er insgesamt 60 Spiele in der Euroleague, im Eurocup und in der Champions League. Dabei verbuchte er durchschnittlich 4,5 Punkte und 1,8 Rebounds. In der ABA League lief er 151 Mal auf, dabei kam er im Schnitt auf 7,3 Punkte und 2,9 Rebounds.
Sportdirektor Silvano Poropat sagt über den Transfer: „Ich freue mich, dass Borisa seine Karriere bei uns fortsetzen wird. Er hat reichlich Erfahrung im internationalen Basketball und bringt als großer und schneller Spieler, der noch gut werfen kann, ein Profil mit, das sehr gut den Anforderungen in der Bundesliga entspricht. Mit seiner Reichweite und seinem Timing ist er auch defensiv ein wichtiger Faktor. Ich bedanke mich bei allen, die den Transfer möglich gemacht haben, insbesondere bei Christian Zeidler mit seinem Unternehmen Zeidler Consulting.“
Der Kader für die Saison 2026/27 besteht aus folgenden zwölf Spielern:
Aufbau: DeLonnie Hunt, Spencer Reaves, Kris Clyburn, Vuk Radojicic, Abdul Wafa
Flügel: Borisa Simanic, Anthony Gaines, Collin Welp, Gabriel de Oliveira, Mika Siegert
Center: Jure Planinic, Kresimir Nikic



