Für den SYNTAINICS MBC endet die Saison 2025/26 in der easyCredit BBL am kommenden Sonntag mit dem Auswärtsspiel in Trier. Durch die 75:80 (34:41)-Niederlage am Montagabend in Heidelberg haben die Wölfe keine Möglichkeit mehr, ihre Jubiläumssaison in der Bundesliga mit der zweiten Endrundenteilnahme hintereinander zu krönen.
Mit nun 26:38 Punkten ist der zehnte Tabellenplatz außer Reichweite geraten, der von Chemnitz (30:34) eingenommen wird und für die Play-Ins berechtigen würde. Gegen die Sachsen haben die Wölfe ebenso den direkten Vergleich verloren wie gegen den Elften Rostock und den Zwölften Oldenburg (beide ebenfalls 30:34). In den verbleibenden Spielen an diesem Freitag (18.30 Uhr) zuhause gegen Pokalsieger Bamberg – Tickets gibt es hier – und am Sonntag (16.30 Uhr) bei Aufsteiger Trier geht es für die Mannen von Headcoach Milenko Bogicevic darum, den 13. Tabellenplatz zu sichern. Heidelberg verbesserte sich mit nun 18:46 Punkten auf den vorletzten Tabellenplatz und besitzt damit weiterhin theoretische Chancen auf den Klassenerhalt.
Dass es für die Wölfe nichts mit der zweiten Endrundenteilnahme hintereinander wurde, lag auch an der Auswärtsschwäche: Von den bislang 16 Spielen in der Fremde wurden lediglich vier gewonnen – nur Schlusslicht Braunschweig (2:14) weist eine schwächere Bilanz auf. Drei der vier Siege gelangen zudem in den ersten drei Auswärtsspielen. Seit November verließ man nur noch in Jena als Sieger das Parkett.
Die Partie vor 3887 Zuschauern in Heidelberg verlief mit 51 Foulpfiffen sehr kampfbetont und zäh. Nach dem Seitenwechsel glich die Partie einem Freiwurffestival: 38 Mal stand beide Teams in der zweiten Hälfte an der Linie, von der auch die letzten 19 Punkte der Partie fielen. Insgesamt waren es 60 Freiwürfe, die Bruttospielzeit betrug 2:10 Stunden. Beste Korbschützen waren Khyri Thomas (Foto oben) und Jure Planinic mit jeweils 18 Punkten, Nemanja Djurisic gelang mit 10 Punkten und 11 Rebounds das erste Double Double der Saison. Marcus Foster und Andrew Harrison standen als überzählige Importspieler nicht im Kader.
Die Entscheidung fiel in den von unzähligen Unterbrechungen geprägten letzten 64 Sekunden der Partie. Zunächst ließ Spencer Reaves bei einer 73:72-Führung einen Freiwurf liegen, dann verwarf Charles Callison beim 73:74-Rückstand einen Dreier und letztlich verlor Jure Planinic elf Sekunden vor dem Ende beim Stand von 73:76 den Ball. Die Gastgeber zeigten sich nervenstark und verwandelten in der Schlussminute acht von acht Freiwürfen. In den 39 Minuten zuvor hatte Heidelberg die meiste Zeit vorne gelegen: 30:16 nach dem ersten Viertel, 41:34 zur Halbzeit. Die Wölfe hatten ihre stärkste Phase im dritten Viertel, in dem sie zwischenzeitlich eine 53:49-Führung herausspielten.
Die schwachen Wurfquoten von nur 36 Prozent aus dem Feld (21 von 59) und 70 Prozent von der Freiwurflinie (23 von 33) standen dem fünften Auswärtssieg der Saison ebenso im Wege wie die Unterlegenheit bei den Rebounds (34:41). Heidelberg, das in Marcel Keßen (17) seinen besten Schützen hatte, traf 45 Prozent aus dem Feld und 81 Prozent von der Linie. Wölfe-Headcoach Milenko Bogicevic sagte nach der Partie: „Glückwunsch an Heidelberg. Ich finde, sie haben den Sieg verdient. Sie haben mehr gekämpft, sie haben uns in den kleinen Details geschlagen – und genau das ist in solchen Spielen entscheidend, in denen es auf den Kampfgeist ankommt. Bei Kleinigkeiten wie Rebounds und einigen Steals waren sie besser. Vielleicht wollten sie den Sieg einfach mehr.“ Die Höhepunkt gibt es auf dem Youtube-Kanal von Dyn.
SYNTAINICS MBC: Thomas (18 Punkte, 5 Dreier, 3 Steals), Planinic (18 Punkte, 8 Rebounds, 2 Blocks), Reaves (15 Punkte, 3 Dreier, 5 Assists), Djurisic (10 Punkte, 11 Rebounds, 3 Assists), Callison (8 Punkte, 2 Dreier, 3 Assists), Welp (4 Punkte), Blomgren (2 Punkte), Nikic (0 Punkte), Vargas (0 Punkte), Gunn (0 Punkte), Heck.

Fotos: Lukas Adler



