Wölfe gegen ALBA BERLIN wie im Rausch

Die Wölfe sind wieder da! Mit einem beeindruckenden 99:68 (52:44)-Heimsieg gegen den Tabellenzweiten ALBA BERLIN gelang dem SYNTAINICS MBC am Sonntagnachmittag der lang ersehnte Befreiungsschlag in der easyCredit BBL.

Es war der erste Bundesligasieg seit drei Monaten (99:93 gegen Braunschweig am 14. Dezember 2025) und zugleich das Ende einer Serie von 13 Niederlagen. Mit nun 16:32 Punkten verschafften sich die Wölfe als Tabellen-16. wieder etwas Luft und vergrößerten ihren Vorsprung auf die Abstiegsränge auf vier Zähler. Im 40. Duell mit dem elfmaligen Deutschen Meister seit dem Bundesligaaufstieg 1999 feierten sie den erst fünften Erfolg. Die Höhepunkte der Partie gibt es bei Dyn.

Vor 2600 Zuschauern in der Stadthalle Weißenfels war Spencer Reaves mit 23 Punkten der beste Werfer. Zudem baute er seinen Clubrekord auf nun 53 verwandelte Freiwürfe in Serie aus. Marcus Foster verbuchte mit 14 Punkten und 11 Rebounds das erste Double Double der Saison. Kapitän Charles Callison schnupperte an einem solchen mit 16 Punkten und 9 Assists. RJ Gunn und Andrew Harrison mussten als überzählige Importspieler pausieren. Weiter geht es für die Wölfe bereits an diesem Dienstag (19.30 Uhr) in der ENBL mit dem Viertelfinalhinspiel beim niederländischen Traditionsclub Donar Groningen. In der easyCredit BBL wartet am Samstag (16 Uhr) das Ostderby beim oberen Tabellennachbarn Science City Jena.

Milenko Bogicevic sagte nach dem Erfolg gegen seinen früheren Club (2012 bis 2016), seinem ersten als Wölfe-Headcoach in der easyCredit BBL: „Glückwunsch an meine Spieler und meine Kollegen im Trainerstab. Ich bin gerade emotional sehr berührt und weiß gar nicht, ob ich überhaupt die richtigen Worte für meine Gefühle finden kann. Ich bin so stolz auf das Team. Das war ein großartiger Sieg für uns, für unsere Fans, für unsere Sponsoren, für das gesamte Umfeld. So wie heute müssen wir immer spielen: mit großem Verlangen, mit Energie von der ersten bis zur letzten Minute. Jeder von uns hat sich heute zu mehr als 100 Prozent reingehängt. Auch unsere Fans haben uns herausragend unterstützt und uns Rückenwind gegeben. Ich habe noch immer das Gefühl, dass ich das alles geträumt habe.“

Kurz vor Ende des ausgeglichenen ersten Viertels, in dem die Führung viermal wechselte und es achtmal unentschieden stand, deutete Charles Callison mit einem Dreier zum 28:25 an, in welche Richtung die Partie in den folgenden 30 Minuten laufen sollte. Im zweiten Viertel nahmen die Wölfe Fahrt auf und setzten sich durch zwei aufeinanderfolgende Dreier von Spencer Reaves und Marcus Foster auf 42:33 ab. Zur Pause führten sie 52:44. Nach dem Seitenwechsel steigerten sie sich phasenweise in einen Rausch. Khyri Thomas sorgte mit einem Sprungwurf zum 54:44 für die erste zweistellige Führung. Nemanja Djurisic und Marcus Foster holten wichtige Defensivrebounds, Jure Planinic und Marcus Foster verbuchten wertvolle Steals. In der Offensive war Spencer Reaves (15 Punkte nach der Pause) nicht zu bremsen.

Der Vorsprung wuchs von Minute zu Minute. In der 29. Minute, beim 73:52, betrug er erstmals mehr als 20 Punkte. Auch eine Durststrecke zu Beginn des vierten Viertels, als ihnen in dreieinhalb Minuten nur ein Punkt gelang, überstanden die Wölfe unbeschadet. 16 Sekunden vor Schluss ließ Kresimir Nikic gegen seinen früheren Club an der Freiwurflinie die Chance auf den 100. Punkt liegen. In der Abschlussstatistik hatten die Wölfe entscheidende Vorteile bei der Wurfquote (51:41 Prozent), den Dreiern (13:7), den Rebounds (40:31) und den Ballverlusten (6:12). Bester Berliner Schütze war Nationalspieler Malte Delow mit 14 Punkten.

SYNTAINICS MBC: Reaves (23 Punkte, 3 Dreier, 3 Rebounds, 3 Assists), Thomas (18 Punkte, 4 Dreier, 3 Rebounds), Planinic (17 Punkte, 7 Rebounds), Callison (16 Punkte, 3 Dreier, 9 Assists, 3 Steals), Foster (14 Punkte, 3 Dreier, 11 Rebounds), Djurisic (7 Punkte, 8 Rebounds), Welp (4 Punkte), Heck (0 Punkte), Vargas (0 Punkte), Blomgren (0 Punkte), Nikic (0 Punkte).

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