Erstes Wiedersehen: Wölfe fordern Bogicevics Ex‑Club ALBA BERLIN

ALBA BERLIN war die erste Bundesligastation von Milenko Bogicevic: Von 2012 bis 2016 arbeitete er als Assistenztrainer beim Hauptstadtclub. An diesem Sonntag (15 Uhr) will der 49-jährige Serbe in der Stadthalle Weißenfels ausgerechnet gegen seinen früheren Arbeitgeber den ersten Sieg als Headcoach des SYNTAINICS MBC in der easyCredit BBL einfahren.

Nach dem 98:83 im ENBL-Achtelfinale gegen Olmütz am Mittwochabend gab er die Richtung vor: „Ich hoffe, dieser Erfolg war ein wichtiger Impuls für uns. Die gezeigte Mannschaftsleistung müssen wir nun auch in der Bundesliga abrufen, um das Momentum wieder auf unsere Seite zu holen.“ Mit 27 Assists stellte seine Mannschaft gegen den tschechischen Erstligisten wettbewerbsübergreifend eine Saisonbestmarke auf – und das, obwohl in Khyri Thomas einer der wichtigsten Spieler geschont wurde. Der US-Guard wird am Sonntag wieder zum Einsatz kommen. Gemäß Statuten müssen jedoch zwei der acht Importspieler aussetzen. Neben Milenko Bogicevic treffen auch Routinier Akeem Vargas (2013 bis 2018) und Kresimir Nikic (2017 bis 2022, 2023/24) auf einen ihrer früheren Clubs. Dyn überträgt die Partie des 24. Spieltages der easyCredit BBL live, Tickets für die Stadthalle sind an der Tageskasse und online bei Etix erhältlich.

Die Herausforderung für die Wölfe, ihren Negativlauf von inzwischen 13 Bundesliganiederlagen in Folge am Sonntag zu beenden, könnte größer kaum sein. Die Gäste rangieren mit 34:12 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz – deutlich hinter Spitzenreiter München (40:4), aber ebenso klar vor dem Dritten Bonn (30:18). Mit drei Siegen in Serie meldeten sich die Mannen von Headcoach Pedro Calles aus der Pokal- und Länderspielpause zurück: in der easyCredit BBL in Heidelberg (87:54) und gegen Würzburg (71:68) sowie in der Champions League beim griechischen Erstligisten Karditsa Iaponiki (76:71). Zuvor hatten sie das Endspiel um den BBL‑Pokal gegen Bamberg knapp mit 72:74 verloren. Das Hinspiel im November ging nach einer 45:40-Pausenführung der Wölfe mit 86:80 an ALBA – genauso wie bereits das Vorbereitungsspiel im September, das die Berliner mit 106:91 für sich entscheiden.

Die Stärken des Tabellenzweiten liegen auch in dieser Saison wieder in der starken Ballbewegung (20,0 Assists pro Partie) und einem ausgesprochen homogenen Kader. Dadurch gelang es in den vergangenen sechs Wochen sogar, das Fehlen von Topscorer und Spielmacher Martin Hermannsson (13,1 Punkte im Schnitt) zu kompensieren. Umso mehr Verantwortung trägt seither der 20-jährige Jack Kayil, eines der größten Talente im deutschen Basketball, der seine Karriere in der kommenden Saison an der Gonzaga University in den USA fortsetzen wird. Der U19-Vizeweltmeister von 2025, der bereits sechs A-Länderspiele bestritten hat, erzielt aktuell 12,1 Punkten und 3,9 Assists pro Partie. Das Spielmacherduell zwischen ihm und Wölfe-Kapitän Charles Callison dürfte am Sonntag zu den Höhepunkten zählen.

Neben Hermannsson und Kayil punktet bei den Berlinern nur Power Forward Justin Bean (11,7) zweistellig. Der US-Amerikaner ist zugleich bester Rebounder des Teams (5,7). Dahinter folgen gleich sechs Spieler mit einem Schnitt zwischen 6,6 und 9,8 Punkten pro Partie.

Veröffentlicht in News, Newsarchiv
Vorheriger Beitrag
Wölfe im Viertelfinale der ENBL
Nächster Beitrag
ENBL-Viertelfinalhinspiel in Groningen