Wölfe ohne drei ohne Chance

Ohne seine zwei besten Scorer der bisherigen Saison konnte der SYNTAINICS MBC die Negativserie in der easyCredit BBL nicht stoppen. Im ersten Spiel nach der zweiwöchigen Pokal- und Länderspielpause mussten sich die Wölfe am Freitagabend den SKYLINERS Frankfurt zuhause mit 83:96 (39:53) geschlagen geben.

Charles Callison fehlte wegen einer Reizung im Fuß, Spencer Reaves stand zwar im Aufgebot, konnte wegen einer Oberkörperprellung aber nicht eingesetzt werden. Zudem fiel Kresimir Nikic aufgrund einer Sprunggelenksverletzung aus. Marcus Foster musste als überzähliger Importspieler pausieren. Auch die persönliche Saisonbestleistung des nach zweimonatiger Verletzungspause zurückgekehrten Khyri Thomas (Foto oben/31 Punkte) und das vielversprechende Debüt von Nachverpflichtung Nemanja Djurisic (14 Punkte, 9 Rebounds, 5 Assists) reichten nicht für das erste Erfolgserlebnis in der easyCredit BBL seit dem 14. Dezember 2025 (99:93 gegen Braunschweig).

In der Tabelle fielen die Wölfe durch die zwölfte Niederlage hintereinander mit einer Bilanz von nun 14:30 Punkten auf den 16. Platz zurück. Bereits 12 Stunden nach Spielende machten sie sich auf den weiten Weg nach Bonn, wo sie am Sonntag (15 Uhr) im Rahmen des 23. Spieltages der easyCredit BBL beim Tabellendritten Telekom Baskets (28:18) gastieren. Dyn überträgt auch diese Partie live.

Nach seinem Heimdebüt vor 2300 Zuschauern – darunter knapp 500 Teilnehmer des 15. Kinder- und Jugendfeuerwehrtages – sagte der neue Wölfe-Headcoach Milenko Bogicevic: „Ein weiteres verlorenes Spiel ist natürlich nicht gut. Unsere Verteidigung war heute unser größtes Problem. Wir haben viele Fehler gemacht und Frankfurt zu viele leichte Punkte geschenkt, daran müssen wir in Zukunft arbeiten. Natürlich haben heute auch einige Spieler in unserer Rotation gefehlt, wodurch wir an Aggressivität verloren haben. Ich hoffe, dass unsere Verletzten sich schnell wieder erholen und wir unsere Energie und Aggressivität wiederfinden. Dass wir eine gute Verteidigung spielen können, haben wir teilweise schon gezeigt. Mit 83 Punkten zeigen wir unser Potenzial in der Offensive, aber lassen auf der anderen Seite noch zu viele Punkte zu. Das müssen wir verbessern.“

Ohne die eingangs erwähnten Leistungsträger standen lediglich neun einsatzfähige Spieler zur Verfügung. Als Startformation schickte er Perttu Blomgren, Khyri Thomas, Akeem Vargas, Nemanja Djurisic und Jure Planinic aufs Feld. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase (8:8) geriet sein Team durch einen 0:7-Lauf schnell ins Hintertreffen. Von der Bank kam keine nennenswerte Entlastung für die Starter. Anfang des zweiten Viertels blieben die Wölfe fast vier Minuten ohne Korberfolg, der Rückstand wuchs von 23:26 auf 23:39 an. Zur Pause stand es 39:53. Insbesondere Nationalspieler Till Pape (19 Punkte in der ersten Hälfte) und Ex-Wolf Radii Caison (11) bekamen sie nicht in den Griff.

Die erhoffte Aufholjagd nach dem Seitenwechsel blieb aus. Nur noch zweimal konnten die Wölfe auf einen einstelligen Rückstand verkürzen – Anfang des Schlussviertels, als Khyri Thomas heiß lief und elf Punkte binnen zwei Minuten erzielte: zum 66:75 und 69:77. Doch am anderen Ende des Spielfeldes kamen die SKYLINERS weiterhin viel zu einfach zu erfolgreichen Abschlüssen. Topscorer Till Pape (23) und seine Teamkollegen warfen besser aus dem Feld (56:48 Prozent), holten mehr Rebounds (35:27) und gewannen folgerichtig verdient.

SYNTAINICS MBC: Thomas (31 Punkte, 5 Dreier, 4 Assists), Djurisic (14 Punkte, 3 Dreier, 9 Rebounds, 5 Assists), Blomgren (13 Punkte, 2 Dreier), Planinic (12 Punkte, 5 Rebounds, 4 Assists), Harrison (5 Punkte, 3 Assists, 3 Blocks), Gunn (5 Punkte), Vargas (3 Punkte, 3 Rebounds), Welp (0 Punkte), Reaves, Heck.

Nemanja Djurisic – hier im Duell gegen Ex-Wolf Radii Caisin – gab ein vielversprechendes Debüt.
Fotos: Andreas Bez
Veröffentlicht in News, Newsarchiv
Vorheriger Beitrag
Zwei Siege und zwei Niederlagen