Mit Auswärtsspielen verabschieden sich unsere Bundesligamannschaften in die Unterbrechungen in der easyCredit BBL und Toyota DBBL. Bei der Partie der Wölfe an diesem Donnerstag (19 Uhr) in Ludwigsburg debütiert der neue Cheftrainer Milenko Bogicevic.
Das Frauenteam tritt tags darauf, am Freitag (19.30 Uhr), bei ALBA BERLIN an. Im dritten der vier sogenannten Regional Games geht es darum, weiter im Rennen um die Tabellenplätze 3 bis 6 zu bleiben – und damit im Playoff-Viertelfinale einem unangenehmen Duell gegen Vizemeister und Pokalsieger Saarlouis Royals aus dem Weg zu gehen. Beide Ligen legen anschließend Pausen ein: wegen der TOP-FOUR-Turniere im BBL- und DBBL-Pokal sowie der folgenden Qualifikationsspiele zur Männer-WM 2027 bzw. zur Frauen-EM 2027. Während die Wölfe bereits am 6. März zuhause gegen Frankfurt weiterspielen, müssen die Lions mitten in der Saison vier Wochen überbrücken und stehen erst am 22. März wieder auf dem Parkett.
Milenko Bogicevic stehen nach seiner Ankunft in Weißenfels am Dienstag nur zwei Trainingseinheiten und der Shootaround am Spieltag zur Verfügung, um die zuletzt verunsicherte und in zehn Bundesligaspielen erfolglose Mannschaft wieder auf Vordermann zu bringen. Wie ihm dies gelungen ist, wird es am Donnerstag live bei Dyn zu sehen geben. Akeem Vargas fehlt nur noch ein Steal bis zum 200. seiner Karriere in der easyCredit BBL, Sportdirektor Silvano Poropat gastiert an seiner ehemaligen Wirkungsstätte, an der am 4. März 2004 seine Karriere als Headcoach in der Bundesliga begonnen hatte.
Die MHP RIESEN rangieren mit 10:9 Siegen auf dem neunten Tabellenplatz. Zuletzt verloren sie zweimal hintereinander: 74:86 zuhause gegen Bamberg und 88:102 in Oldenburg. In den US-Amerikanern Traveon Buchanan und Elijah Hughes, dem Kanadier Stefan Smith und dem Senegalesen Babacar Sane punkten vier Spieler im Schnitt zweistellig. Deutlich Vorteile haben die MHP RIESEN bei den Rebounds auf (41,3 gegenüber 35,6 bei den Wölfen). Im Hinspiel Anfang November fügten sie den mit 5:0 Siegen gestarteten Wölfen dank 32 Punkten von Traveon Buchanan mit 93:82 die erste Saisonniederlage zu.
Frauenteam reist zuversichtlich nach Berlin
Die Lions werden am Freitag frohen Mutes nach Berlin reisen. Erstens sprühen sie nach zuletzt drei Siegen in Folge und deren fünf in sechs Spielen im Kalenderjahr 2026 vor Selbstvertrauen. Zweitens erwartet sie in der altehrwürdigen Sömmeringhalle die wohl beste Atmosphäre im deutschen Frauenbasketball. Und drittens haben sie angenehme Erinnerungen an das jüngste Duell im Dezember, das sie dank 15 Punkten von Khalis Cain und einem Double Double von Alexia Allesch mit 14 Punkten und 11 Rebounds mit 82:76 gewannen. Ein Angstgegner sind die Berlinerinnen also nicht mehr.
Die Hallenserinnen weisen vor dem Spiel 10:9 Siege auf und sind Tabellensechster, die Berlinerinnen haben die gleiche Bilanz und rangieren eine Position dahinter. Für beide ist rechnerisch noch der dritte Platz möglich, den Marburg mit 11:8 Siegen belegt. Um den direkten Vergleich wird es am Freitag nicht gehen: Zum einen werden die Regional Games dafür ohnehin nicht gewertet. Zum anderen wird ALBA wegen des Spielverlustes in Osnabrück am Grünen Tisch grundsätzlich in jedem direkten Vergleich schlechter eingestuft.
Der Fokus von Headcoach Timur Topal liegt in dieser Trainingswoche auf der Defensive, mit der er zuletzt bei 71:65-Sieg in Herne alles andere als zufrieden war. Ein Wiedersehen wird es mit zwei ehemaligen Hallenserinnen im ALBA-Dress geben: Zu Deeshyra Thomas (1/2021 bis 2022) gesellte sich Anfang des Jahres Nationalspielerin Alina Hartmann (2015 bis 2017), die in ihren ersten sechs Einsätzen durchschnittlich 9,0 Punkte erzielte. Dyn überträgt die Partie live und kostenlos auf seinem Youtube-Kanal.
Tickets für ENBL-Achtelfinale
Ab Mittwoch, 18. Februar, sind online bei Etix sowie an allen Vorverkaufsstellen Tickets für das ENBL‑Achtelfinale der Wölfe erhältlich. Gespielt wird am Mittwoch, 11. März, in der Stadthalle Weißenfels gegen den tschechischen Erstligisten BK Olmütz (Beginn 19.30 Uhr). Der Sieger dieses Single-Elimination-Games zieht ins Viertelfinale ein. Die Endrundenspiele sind nicht in der ENBL‑Dauerkarte („2 Spiele zahlen, alle 4 Spiele sehen“) enthalten. Dauerkartenbesitzer können ihre Reservierungsoption bis einschließlich 25. Februar nutzen.



