Poropat-Comeback ohne Happy End

Auch leidenschaftlicher Kampfgeist, eine in allen Bereichen verbesserte Leistung und persönliche Saisonbestmarken von Jure Planinic und RJ Gunn haben dem SYNTAINICS MBC nicht zum ersten Erfolgserlebnis in der easyCredit BBL im Kalenderjahr 2026 verholfen. Beim Comeback von Silvano Poropat an der Seitenlinie musste sich der deutsche Pokalsieger zum Rückrundenauftakt den EWE Baskets Oldenburg am Freitagabend mit 84:90 (48:36) geschlagen geben.

Vor 2050 Zuschauern in der Stadthalle Weißenfels gelangen Jure Planinic (19) und RJ Gunn (14) so viele Punkte wie nie zuvor in dieser Saison. Bei der achten Bundesliganiederlage hintereinander punkteten zudem Charles Callison und Spencer Reaves (je 14) zweistellig. Akeem Vargas fehlte krankheitsbedingt. Weiter geht es für die Wölfe bereits am kommenden Dienstag (19.30 Uhr) in der ENBL mit dem Heimspiel gegen die Hefte Helfen Bulls Kapfenberg. Tickets gibt es hier. Das nächste Spiel in der easyCredit BBL findet am 7. Februar in Chemnitz statt.

Die Wölfe begannen furios: deutlich bissiger in der Verteidigung und zielstrebiger im Angriff. Bestes Beispiel: Der Korbleger von Jure Planinic zum 12:10 im vierten Versuch nach drei Offensivrebounds, der einen 10:0-Lauf zum 20:10 einläutete. Insbesondere RJ Gunn war kaum wiederzuerkennen. Mit 28:15 endete das erste Viertel, in dem die Wölfe die Rebounds dominierten und deutlich besser trafen. Trotz eines kurzen Durchhängers in der Anfangsphase, als Oldenburg sieben Punkte hintereinander erzielte, behielten sie auch im zweiten Viertel die Kontrolle über das Geschehen. In der 15. Minute war beim 42:24 die höchste Führung erreicht. Zur Halbzeit stand es 48:36.

Eine weitere Schwächephase zu Beginn der zweiten Hälfte ließ die Partie kippen. Den Wölfen gelangen in fünfeinhalb Minuten nur zwei Punkte. Die Gäste hingegen angelten sich nun einen Rebound nach dem anderen und trafen ihre Würfe von außen. In der 25. Minute war der einst komfortable Vorsprung auf 52:49 zusammengeschmolzen, in der 29. Minute auf 62:61. In der 31. Minute gerieten die Gastgeber durch einen Dreier von Brian Fobbs mit 66:68 in Rückstand. Danach lief Oldenburgs Topscorer Chris Clemons zu Höchstform auf: 14 seiner 25 Punkte erzielte der US-Spielmacher im Schlussabschnitt, neun durch Dreier.

Nach zwei verwandelten Freiwürfen von Jure Planinic zum 82:82 bog die Partie in die spannende Schlussphase ein. Charles Callison brachte sein Team per Korbleger (nach Offensivrebound!) zum 84:83 letztmals in Führung. In den letzten 100 Sekunden gelang den Wölfen aber kein Korb mehr, Chris Clemons entschied die Partie mit sieben Punkten hintereinander für die Gäste, die in der zweiten Halbzeit herausragende 65 Prozent ihrer Dreier (11 von 17) trafen.

Silvano Poropat sagte nach seinem ersten Spiel als Trainer seit dem 9. Mai 2021: „Wir hatten eine starke erste Halbzeit, haben aber leider in der zweiten stark nachgelassen. Abschlüsse wurden zu schnell gesucht, gleichzeitig wurde auch in der Defense nachgelassen. Wir sind eine Mannschaft, die vom schnellen Spiel lebt – dementsprechend wird es für uns schwierig, wenn wir langsam spielen müssen. Genau daran müssen wir arbeiten. Die Jungs haben gekämpft und die Fans haben uns unterstützt. Wir danken ihnen für die Unterstützung und hoffen, dass in Zukunft bessere Ergebnisse kommen.“

SYNTAINICS MBC: Planinic (19 Punkte, 8 Rebounds), Reaves (14 Punkte, 2 Dreier, 6 Rebounds, 4 Assists), Gunn (14 Punkte, 6 Rebounds), Callison (14 Punkte, 4 Dreier, 4 Assists), Foster (9 Punkte), Blomgren (5 Punkte), Nikic (4 Punkte), Welp (3 Punkte), Harrison (2 Punkte), Heck.

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