Callisons Karrierebestleistung reicht nicht

Den ersten Bundesligasieg im Kalenderjahr 2026 hat der SYNTAINICS MBC am Sonntagabend bei den ROSTOCK SEAWOLVES knapp verpasst. Zum Abschluss des 15. Spieltages der easyCredit BBL unterlagen die ersatzgeschwächten Wölfe den formstarken Ostseestädtern 77:82 (34:35).

Vor 3820 Zuschauern konnte auch Charles Callison mit 32 Punkten, einer persönlichen Karrierebestleistung in seinem 129. Spiel im deutschen Oberhaus, die sechste Bundesliganiederlage hintereinander nicht abwenden. Der Mannschaftskapitän übertraf damit zum zweiten Mal in dieser Saison die 30-Punkte-Marke. Dies ist in 19,5 Bundesligajahren zuvor nur sechs anderen Wölfen gelungen: CC Harrison, Ivo Josipovic, Wendell Alexis, Jamel Morris, Kris Clyburn und Michael Devoe.

Im ersten Spiel nach der Freistellung von John Bryant punktete ansonsten nur Spencer Reaves zweistellig (21). Verzichten musste Headcoach Marco Ramondino neben dem Langzeitverletzten Khyri Thomas (Oberschenkel) abermals auf RJ Gunn (Schulter), bei dem die Hoffnung auf ein Comeback weiterhin unerfüllt blieb. In der Tabelle bleiben die Wölfe mit einer Bilanz von nun 14:18 Punkten unverändert Zwölfter. Zum Abschluss der Hinrunde empfangen sie am kommenden Samstag (18.30 Uhr) Aufsteiger Trier in der Stadthalle Weißenfels. Zuvor treten sie an diesem Dienstag (19 Uhr) in der ENBL bei KK Alkar Sinj in Kroatien an.

Der Spielverlauf ähnelte dem acht Tage zuvor in Oldenburg: Die Wölfe liefen von Beginn an einem Rückstand hinterher, der aber nie größer war als die acht Punkte (4:12) in der 7. Minute. Im zweiten Abschnitt hielt Spencer Reaves sein Team im Spiel, erzielte 15 der 22 Gästepunkte. Zweimal stand es unentschieden (29:29, 31:31), beim Stand von 35:34 für Rostock wurden die Seiten gewechselt. Im dritten Abschnitt setzten sich die Hausherren um ihren Topscorer D’Shawn Schwartz (21) sukzessive auf zehn Punkte (55:45, 58:48) ab.

Im Schlussviertel zeigten die Wölfe Moral, Kampfgeist und Willen und übernahmen in der 35. Minute nach einem 7:0-Lauf mit 68:67 sogar die Führung – es sollte die einzige im gesamten Spiel bleiben. Charles Callison glich mit einem Dreier noch einmal zum 74:74 aus. Die endgültige Wende blieb jedoch aus. Rostocks Routinier Owen Klassen sorgte für die entscheidenden Szenen: 53 Sekunden vor dem Ende mit einem geblockten Korbleger von Perttu Blomgren beim Stand von 76:75 und 13 Sekunden vor dem Ende mit einem Dunking zum 80:77.

Headcoach Marco Ramondino sagte nach dem Spiel: „Glückwunsch zum Sieg an das Rostocker Team. Ich denke, sie haben verdient gewonnen. Meine Spieler haben heute alles gegeben. Wir waren kurz davor, das Spiel zu drehen. Wir konnten aus diesem Spiel viele positive Dinge mitnehmen, dennoch haben die Rostocker heute die entscheidenden Würfe getroffen.“ Die Höhepunkte der Partie gibt es bei Dyn.

SYNTAINICS MBC: Callison (32 Punkte, 5 Dreier, 3 Assists), Reaves (21 Punkte, 2 Dreier, 4 Rebounds), Blomgren (8 Punkte), Planinic (6 Punkte, 6 Rebounds), Nikic (5 Punkte, 6 Rebounds, 2 Assists, 2 Steals), Welp (5 Punkte, 6 Rebounds), Foster (0 Punkte, 6 Rebounds), Vargas (0 Punkte), Jelks (0 Punkte), Heck.

Veröffentlicht in News, Newsarchiv
Vorheriger Beitrag
Lions kommen Playoffs näher
Nächster Beitrag
Andrew Harrison kommt, Stephon Jelks geht