Mit dem vierten Bundesligaheimsieg in Folge ist unsere Frauenmannschaft ihrem erklärten Saisonziel, der dritten Playoff-Teilnahme hintereinander, ein gutes Stück nähergekommen. Am Sonntagnachmittag bezwangen die Hallenserinnen den Herner TC im Rahmen des 15. Spieltages der Toyota DBBL mit 71:65 (42:27).
Damit verbesserten sich die Lions dank des gewonnenen direkten Vergleiches gegenüber dem punktgleichen BC Marburg (beide 14:16) auf den sechsten Tabellenplatz. Gleichzeitig vergrößerten sie den Vorsprung auf den neuntplatzierten HTC (8:22) auf sechs Punkte und entschieden auch den direkten Vergleich gegenüber dem Ruhrgebietsclub für sich. Das Hinspiel Ende November in Herne hatten sie mit 77:71 gewonnen. Mitte Februar stehen sich beide Teams im Rahmen der sogenannten Regional Games ein drittes Mal gegenüber. Auch im Falle eines Dreiervergleiches mit Herne und Nördlingen, gegenwärtig mit 10:20 Punkten auf dem letzten Playoff-Rang 8, wären die Lions am Ende vorn.
Im ersten Heimspiel des Kalenderjahres 2026 – präsentiert von der Energieversorgung Halle GmbH (EVH) – egalisierte Romy Bär vor 684 Zuschauern in der SWH.arena mit 13 Punkten ihre persönliche Saisonbestleistung. Khalis Cain setzte ihre aufsteigende Form mit 11 Punkten und 11 Rebounds und damit ihrem ersten Double Double in dieser Saison fort. Alexia Allesch (ebenfalls 11 Punkte) schied in der 28. Minute nach einer Reboundsituation mit einer Fußverletzung aus, eine genaue Diagnose steht noch aus. Magdalena Zimmermann feierte einen Tag nach ihrem 17. Geburtstag ihr Debüt in der Toyota DBBL. Weiter geht es für die Hallenserinnen am nächsten Sonntag in Osnabrück.
Nach einem ausgeglichenen ersten Abschnitt und einem 12:16-Rückstand in der 9. Minuten stellten die Lions mit einem viertelübergreifenden 11:0-Lauf zum 23:16 die Weichen. Kurz vor der Halbzeitpause lagen sie mit 18 Zählern (42:24) vorn – die höchste Führung des Spiels. Mit 42:27 ging es in die Halbzeitpause. Zwei Drittel der Punkte der Gäste, und zwar 18, gingen auf das Konto von Centerspielerin Zoesha Smith. In der zweiten Hälfte konnte die US-Amerikanerin ihre Ausbeute nur noch um drei Zähler erhöhen – ein Beleg für die verbesserte Defensive der Lions.
Offensiv fanden diese nach Seitenwechsel anfangs keinen Schwung, blieben 4:40 Minuten ohne Korb, wodurch der Vorsprung auf sieben Zähler (42:35) zusammenschmolz. Nicole Brochlitz mit einem Sprungwurf und Alexia Allesch mit einem Dreier brachen den Bann. Danach ließen sie nichts mehr anbrennen, steckten auch das Ausscheiden von Alexia Allesch weg. Im Schlussabschnitt setzten sie sich zweimal auf 17 Punkte ab (63:46, 67:50), ehe den Gästen in der Schlussphase Ergebniskosmetik gelang. Wurfquote (43:31 Prozent) und Assists (18:9) sprachen deutlich für die Lions, leicht auch die Rebounds (45:40). 20 Ballverluste (12 bei Herne) waren aber deutlich zu viel.
Headcoach Timur Topal sagte nach dem Spiel: „Heute war es nicht immer schön, aber es war ein sehr wichtiger Sieg für uns. Wir haben Kampfgeist gezeigt, also das, was wir uns vorgenommen hatten. Nachdem wir Zoesha Smith im 1:1 nicht unter Kontrolle gekriegt haben, haben wir unsere Defense noch einmal angepasst. Das hat das Team sehr gut umgesetzt. In der heißen Phase haben wir kühlen Kopf bewahrt und das Spiel gut nach Hause gebracht.“
SYNTAINICS MBC: Bär (13 Punkte, 2 Dreier, 7 Rebounds, 4 Assists), Cain (11 Punkte, 11 Rebounds), Allesch (11 Punkte, 3 Dreier, 7 Rebounds), Smith (10 Punkte, 2 Dreier, 6 Rebounds, 6 Assists), Brochlitz (9 Punkte), Svetlikova (6 Punkte), Suckstorff (4 Punkte, 3 Assists), Alborova (4 Punkte), Shumate (3 Punkte, 5 Rebounds), Zimmermann (0 Punkte).



