Mit einer Enttäuschung hat für den SYNTAINICS MBC das Kalenderjahr 2026 begonnen. Im Ostderby gegen Science City Jena unterlag der deutsche Pokalsieger am Samstagabend in der mit 3000 Zuschauern ausverkauften Stadthalle Weißenfels nach einem Einbruch in der Schlussphase 86:95 (49:44).
Die Chance, nach der vierten Niederlage in der easyCredit BBL hintereinander wieder Selbstvertrauen zu tanken, lässt nicht lange auf sich warten: Bereits an diesem Dienstag, dem Heilige Drei-Könige-Feiertag, empfangen die Wölfe in der ENBL den niederländischen Traditionsclub Donar Groningen. Die Partie beginnt zur familienfreundlichen Zeit um 15 Uhr, alle Schüler bis zum 18. Lebensjahr erhalten freien Eintritt. Das Schüler-Freiticket und weitere Eintrittskarten gibt es hier.
Topscorer war Kyrie Thomas mit 22 Punkten. Perttu Blomgren und Stephon Jelks, deren Verträge zum Jahreswechsel verlängert wurden, rechtfertigten das Vertrauen und stellten mit 11 bzw. 7 Punkten persönliche Saisonbestleistungen auf. Der finnische Spielmacher sorgte zudem mit einem Korbleger eine Sekunde vor Ende der ersten Hälfte und mit einem Buzzer-Beater-Dreier Ende des dritten Viertels für zwei Höhepunkte des Spiels. Im fünften Derby gegen Jena in der easyCredit BBL war es die dritte Niederlage.
Die Entscheidung in der unterhaltsamen Partie fiel in den letzten dreieinhalb Minuten, in denen die Wölfe nur noch drei Punkte erzielten und dadurch eine 83:80-Führung verspielten. Jena gelangen hingegen 15 Punkte, neun davon durch Dreier. Insbesondere die US-Guards des Aufsteigers, Keith Braxton und Eric Washington, bekamen die Wölfe in dieser Phase nicht unter Kontrolle, beide erzielten je sechs Punkte. Die genannten drei Punkte der Wölfe resultierten allesamt von der Freiwurflinie. Der letzte Feldkorb stammte aus der 35. Spielminute: Kyrie Thomas traf zum 80:78.
Zuvor hatten die Zuschauer einen packenden Schlagabtausch erlebt, in dem die Wölfe – mit Collin Welp anstelle des an der Schulter verletzten RJ Gunn in der Startformation – lange Zeit einem leichten Rückstand hinterherliefen, größer als die sieben Punkte in der 17. Minute (33:40) war dieser allerdings nie. Nach einem 7:0-Lauf zum 40:40-Ausgleich schlug das Momentum auf die Seite der Gastgeber aus. Zur Pause lagen sie 49:44 vorn, in der 25. Minute sogar zweistellig 65:55. Mit einer 75:68-Führung ging es in den Schlussabschnitt, in dem die Wölfe zunächst auf Siegkurs steuerten, ehe der eingangs geschilderte Einbruch folgte.
„Glückwunsch an Jena für den Sieg. Wir hatten zu viele Hochs und Tief während des Spiels und haben es nie geschafft, dass alle den richtigen Beitrag leisten konnten“, sagte Headcoach Marco Ramondino hinterher. „Wir schaffen es nicht, den Sieg zu holen, wenn wir nicht an beiden Endes des Feldes unsere Leistung erbringen.“ Jena, das in der zweiten Halbzeit besser traf (49:37 Prozent) und besser reboundete (24:15), hatte seinen Topscorer in Keith Braxton (22). Joe Wieskamp gelang mit 20 Punkten und 13 Rebounds das dritte Double Double in den vergangenen vier Spielen. Die Höhepunnkt der Partie gibt es bei Dyn.
SYNTAINICS MBC: Thomas (22 Punkte, 4 Dreier), Foster (12 Punkte, 2 Dreier), Planinic (11 Punkte, 3 Assists), Blomgren (11 Punkte), Reaves (9 Punkte, 4 Assists), Callison (7 Punkte, 6 Rebounds, 3 Assists), Jelks (7 Punkte, 6 Rebounds), Welp (7 Punkte, 6 Rebunds), Nikic (0 Punkte), Vargas (0 Punkte), Heck, Bryant.



