Viertelfinale in der ENBL: 40 Minuten bis zum großen Ziel

Nur noch 40 Spielminuten trennen den SYNTAINICS MBC vom Einzug ins Final-Four-Turnier der ENBL. Am morgigen Mittwoch (19.30 Uhr) empfangen die Wölfe in der Stadthalle Weißenfels den neuen niederländischen Pokalsieger Donar Groningen zum Viertelfinalrückspiel.

Die Ausgangslage ist verlockend: Das Hinspiel vor einer Woche, aus dem das Foto oben stammt, gewannen sie auswärts souverän mit 100:81 (44:41). Gleichzeitig warnt Headcoach Milenko Bogicevic vor falscher Sicherheit: „Wir müssen vorsichtig sein und den 19-Punkte-Vorsprung aus dem Hinspiel aus den Köpfen verdrängen. Groningen kann mit seinen gefährlichen Außenschützen jederzeit heiß laufen. Die Partie geht bei 0:0 los – und wir wollen sie gewinnen. Dazu müssen wir fokussiert sein wie vergangenen Samstag in Jena.“ Anders als in der easyCredit BBL, in der immer zwei der acht Importspieler aussetzen müssen, steht ihm in der ENBL der komplette Kader zur Verfügung. Charles Callison trifft auf seinen Ex-Club, von dem er im Herbst 2022 nach Weißenfels gewechselt war. Tickets gibt es hier.

Sollte Groningen das Rückspiel mit 19 Punkten Differenz gewinnen, würde es in eine fünfminütige Verlängerung gehen. Sollte der SYNTAINICS MBC weiterkommen, besteht eine realistische Chance, dass das Final-Four-Turnier vom 21. bis 23. April in der Stadthalle Weißenfels ausgetragen wird. In den drei weiteren Viertelfinals stehen sich Dziki Warschau und Iraklis Saloniki (Hinspiel 89:82), Manchester Basketball und Dinamo Zagreb (Hinspiel erst morgen) sowie Titelverteidiger CSO VOLUNTARI und Rigas Zelli (Spiele noch nicht mal terminiert) gegenüber.

Bereits in der Hauptrunde waren der SYNTAINICS MBC und Donar Groningen aufeinandergetroffen: Anfang Januar setzten sich die Wölfe in einem Offensivspektakel mit insgesamt 32 Dreipunktewürfen 106:104 durch. In ihren dritten Vergleich innerhalb von elf Wochen gehen beide Mannschaften mit Rückenwind: Die Wölfe blicken auf vier wettbewerbsübergreifende Siege in Folge zurück, zuletzt im Saalederby in Jena mit 108:84. Groningen wiederum holte am Sonntag in Almere den niederländischen Pokal durch einen 78:77-Finalsieg gegen die Landstede Hammers. Für den Traditionsclub war es der elfte nationale Titel nach den Meisterschaften 2004, 2010, 2014, 2017 und 2018 sowie den Pokalsiegen 2014, 2015, 2017, 2018 und 2022. In der belgisch-niederländischen Profiliga BNXT läuft es für die Mannschaft von Headcoach Jason Dourisseau mit 12:9 Siegen und Platz 10 allerdings nur mittelprächtig.

Im Pokalfinale standen Donars Stars Austin Luke und Dane Erikstrup im Schatten von Damian Forrest. Der US-Forward verbuchte 30 Punkte und 9 Rebounds und wurde folgerichtig zum MVP gekürt. Der 24-Jährige aus Colorado war im Sommer 2025 vom ProA-Ligisten Nürnberg in die nordniederländische Hansestadt gewechselt. Den bereits erwähnten zwei Duellen in dieser Saison drückte insbesondere Spencer Reaves mit durchschnittlich 28,5 (!) Punkten seinen Stempel auf. Bei Groningen ragten der dänische Center Dane Erikstrup – der jüngere Bruder unserer Spielerin Sydney Erikstrup – mit 23,5 und US-Spielmacher Austin Luke mit 20,5 Punkten heraus. Die Zuschauer können sich am Mittwochabend erneut auf viele Körbe einstellen: Die Wölfe und die Gäste gehören mit 92,7 bzw. 89,7 Punkten pro Spiel zu den offensivstärksten Teams der ENBL.

Der Playoff-Baum der ENBL:

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