Einen attraktiven Gegner haben die Spielplangestalter der easyCredit BBL dem SYNTAINICS MBC für das erste Heimspiel der Saison 2026/27 beschert: An diesem Freitag (20 Uhr) gastiert Science City Jena in der Stadthalle Weißenfels.
Geografisch betrachtet ist das von MITGAS präsentierte Saalederby die Nummer 1 der Liga: Exakt 42,3 Kilometer Luftlinie trennen die Spielstätten beider Clubs. Zwischen Oldenburg und Vechta sind es 4,5 Kilometer mehr. Und auch Aufsteiger Hagen ist weiter von seinem NRW-Rivalen Bonn entfernt, nämlich 79 Kilometer. Tickets gibt es hier. Nur 15 Stunden nach der Schlusssirene reist die Mannschaft weiter zum Auswärtsspiel am Sonntag (15 Uhr) bei den Telekom Baskets Bonn, das ebenfalls live bei Dyn übertragen wird.
Headcoach Vladimir Jovanovic blickt seinem Pflichtspieldebüt vor heimischer Kulisse mit Vorfreude entgegen: „Ich habe viel Gutes über die Stimmung in der Stadthalle gehört. Einen ersten Eindruck konnte ich mir schon bei den beiden Testspielen verschaffen. Am Freitag wird aber alles eine Nummer größer werden, erst recht, weil es ein Derby ist. Ich hoffe auf lautstarke Unterstützung, eine prickelnde Atmosphäre und dass sich die Energie von den Rängen aufs Feld übertragen wird. Ich kann versprechen, dass wir als Team alles geben und gut vorbereitet ins Spiel gehen werden.“ Mit Ausnahme von Kapitän Spencer Reaves (Sprunggelenksverletzung) werden nach aktuellem Stand alle Stammspieler dabei sein. Vuk Radojicic trifft auf seinen Ex-Verein (2017 bis 2024).
Auch Sportdirektor Silvano Poropat spürt ein gewisses Kribbeln. „Knapp fünf Monate nach dem letzten Bundesligaheimspiel ist meine Vorfreude riesengroß – und auch in der Mannschaft stelle ich eine positive Energie fest. Die Stadthalle war in den vergangenen Jahren immer eine Festung, wir konnten uns immer auf unsere Fans verlassen. Ich wünsche mir, dass es in der neuen Saison nicht anders sein wird“, sagt der Kroate. Und weiter: „Der Spielplan hat uns gleich ein Derby beschert. Besser geht es kaum. Ich hoffe, dass dies der Startschuss für eine tolle Saison sein wird, unsere zehnte in Folge in der easyCredit BBL.“
An das bislang letzte Heimspiel gegen die Thüringer haben die Wölfe keine guten Erinnerungen: Anfang Januar verspielten sie im Schlussviertel eine 75:68-Führung und verloren mit 86:95. Im Rückspiel im März revanchierten sie sich dafür mit einem 108:84-Kantersieg. Bemerkenswert: Obwohl die Wölfe bereits ihre 21. Bundesligasaison absolvieren und Jena seine sechste, gab es in der höchsten Spielklasse bislang erst sechs Saalederbys. Die Gesamtbilanz ist mit jeweils drei Siegen ausgeglichen.
Während der SYNTAINICS MBC am vergangenen Sonntag mit einer 81:96-Niederlage in Oldenburg in die neue Saison gestartet ist, hatte Jena am 1. Spieltag frei. Der eigentliche Gegner Vechta war zeitgleich in der Qualifikation zur Basketball Champions League gefordert. Das bislang einzige Pflichtspiel von Science City war die 63:94-Niederlage in der 1. Runde um den Netto BBL Pokal in Frankfurt. Nach der hektischen Vorsaison mit Platz 16 im Abschlussklassement hat der Sportliche Leiter, Ex-Wolf Stephan Haukohl (2015/16), das Team umgekrempelt. Alle Importstellen wurden neu besetzt. Als neuer Headcoach wurde der seit mehr als zwei Jahrzehnten als Spieler und Trainer in Deutschland tätige US-Amerikaner Steven Esterkamp vom ProA-Ligisten Bremerhaven verpflichtet.
Die Rolle des Anführers auf dem Feld soll der vom russischen Erstligisten Avtodor Saratov gekommene US-Forward Terrence Edwards übernehmen. Beim Pokal-Aus in Frankfurt wurde er mit 18 Punkten und 6 Rebounds den hohen Erwartungen gerecht. Mit Power Forward Christian Skladanowski haben die Lichtstädter bereits die erste Nachverpflichtung vorgenommen, ehe die Saison für sie überhaupt begonnen hat. Der 22-jährige Deutsch-Pole schaffte in der vergangenen Saison in Würzburg den Sprung aus dem ProB-Farmteam in den Bundesligakader. Er wurde als Ersatz für den am Knie verletzten Kapitän Robin Christen verpflichtet.




