Drei Rückkehrer, ein schweres Auswärtsspiel

Nur einen Tag nach dem Saalederby und eine Woche nach der weiten Reise nach Oldenburg wartet auf den SYNTAINICS MBC erneut ein langer Bustrip: Am Sonntag (15 Uhr) gastieren die Wölfe bei den Telekom Baskets Bonn.

Dyn überträgt die Partie des 3. Spieltages der easyCredit BBL live. Für Silvano Poropat, Gabriel de Oliveira und Kostja Mushidi kommt es dabei zu einem Wiedersehen mit ihrer sportlichen Vergangenheit: Poropat war 2016 Headcoach der Rheinländer, de Oliveira feierte hier vor sieben Jahren sein Bundesliga-Debüt und Mushidi durchlief das Bonner Jugendprogramm. In der Tabelle stehen beide Mannschaften nach zwei Spieltagen bei 2:2 Punkten. Während die Wölfe am Freitagabend einen 77:62-Heimsieg gegen Jena bejubelten, kassierten die Gastgeber mit der 80:106-Niederlage in Trier einen herben Dämpfer.

Anders als die ersten beiden Gegner Oldenburg und Jena gehen die Telekom Baskets mit einer weitgehend eingespielten Mannschaft in die Saison. Zu größeren Personalrochaden bestand nach der erfolgreichen Vorsaison mit der ersten Halbfinalteilnahme seit drei Jahren auch kein Grund. Neun Spieler aus der Stammformation sind geblieben, darunter Topscorer Alijah Comithier und Spielmacher Grayson Murphy, der mit durchschnittlich 6,4 Assists zweitbester Vorlagengeber der gesamten easyCredit BBL war.

Der vom kroatischen ENBL-Teilnehmer KK Dubrava Zagreb gekommene US-Guard John-Michael Wright soll mithelfen, die Schwäche bei den Distanzwürfen zu beheben – in der Kategorie Dreier waren die Bonner vergangene Saison das mit Abstand schwächste Team der Liga. In den ersten zwei Saisonspielen war Wright mit 25 bzw. 17 Punkten der Topscorer seines Teams: Beim 96:72-Heimsieg am 1. Spieltag gegen Hamburg verwandelte er sieben Dreier bei neun Versuchen, in Trier war es nur einer von sechs. Als weitere Verstärkung für den Backcourt kam Ex-Wolf Aleksa Kovacevic (2022/23, 2024/25) nach einer starken Saison mit 9,5 Punkten und 3,0 Assists für Koblenz in der ProA.

Der Serbe ist nicht der einzige ehemalige Weißenfelser in Bonner Reihen. Marcus Foster aus dem Team der Vorsaison wurde im August zunächst als Trainingsgast verpflichtet und hinterließ einen derart starken Eindruck, dass er drei Wochen später einen Vertrag für die neue Saison erhielt. Gegen Hamburg erzielte er 10 Punkte, in Trier nur 2. Für Aleksa Kovacevic stehen nach den ersten zwei Spielen durchschnittlich 3,0 Punkte und 1,5 Assists zu Buche. Königstransfer der Telekom Baskets war freilich die Rückkehr von Europameister Leon Kratzer nach drei Saisons in der Euroleague mit Paris und München. Damit ist über Umwege auch wieder das Centerduo Leon Kratzer und Michael Kessens vereint, das 2023 maßgeblichen Anteil am Bonner Triumph in der Champions League hatte.

Ähnlich wie vor Wochenfrist Oldenburg war in der Vergangenheit auch Bonn kein gutes Pflaster für die Wölfe: Von 20 Auswärtsspielen in der ehemaligen Bundeshauptstadt konnten sie nur zwei gewinnen, zuletzt im Oktober 2017 mit 91:84. Vergangene Saison zogen sie mit 72:88 den Kürzeren.

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